Christian Camenzind, Oppenheim Schweiz: Risiko ist eine Herausforderung für die Beratung

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Christian Camenzind, Oppenheim Schweiz: Risiko ist eine Herausforderung für die Beratung

08.04.2009 - 12:03 | 82901


PresseMitteilung von Sal. Oppenheim Schweiz

tian Camenzind, Oppenheim Schweiz: «Risiko ist eine Herausforderung für die Beratung»

Jede Anlage ist mit Risiken verbunden. Anleger sind bereit, Risiken einzugehen, wenn sie sich davon eine gute Rendite versprechen. Doch während die Finanztheorie von rationalen Investoren ausgeht, ist dieser Anlegertyp in der Praxis selten zu finden. Die Bedeutung des Begriffs Risiko kann für Kunden, Anleger, Berater und Vermögensverwalter sogar komplett unterschiedliche Bedeutungen haben. Missverständnisse sind geradezu vorprogrammiert. «Es ist von grösster Bedeutung, dass der Berater weiss, was der Kunde unter Risiko versteht. Versteht er es nicht oder falsch, läuft er Gefahr, seinen Kunden falsch einzuschätzen und so zu verlieren», erklärt Dr. Christian A. Camenzind, CEO von Sal. Oppenheim (Schweiz).

Negative Performance versus Volatilität
Der Verlust von Kundenvermögen stellt aus Sicht des Verwalters einen grossen Risikofaktor dar. Der Abzug der Vermögenswerte kann verschiedene Ursachen haben, als Hauptgrund genannt wird aber oft eine «schlechte» Performance. Doch was meint der Kunde damit? Erfahrungsgemäss setzen private Investoren eine negative Performance mit einer schlechten Performance gleich und tendieren in der Folge dazu, dem Vermögensverwalter vorzuwerfen, er wäre zu viel Risiko eingegangen. Unter Risiko verstehen Kunden oft ganz einfach den Verlust.
Finanzspezialisten dagegen verstehen unter dem Risiko einer Anlage die Schwankungsbreite (oder Volatilität) der Rendite, die mittels der Standardabweichung statistisch berechnet wird. Ein schwankungsintensiver Fonds weist im Verlauf der Zeit sehr unterschiedliche Renditen auf. Die Standardabweichung macht aber keine Aussage über die Höhe der Rendite. Es ist durchaus möglich, dass eine Anlage A trotz tiefer Schwankungsbreite eine negative Performance aufweist, während Anlage B mit einer hohen Schwankungsbreite positive Rendite erzielt.

Kundenwünsche respektieren
Die Aufgabe der Beratung wird dadurch erschwert, dass die Risikofreudigkeit des Kunden ihrerseits beträchtlichen Schwankungen unterliegt. «In einer Zeit extremer Verluste an den Kapitalmärkten, wie wir sie derzeit erleben, suchen Privatanleger nach Produkten, die ihnen vor allem Werterhaltung bieten», analysiert Christian Camenzind die Situation. «Das Bedürfnis nach Sicherheit ist gross.» Diesem Sicherheitsbedürfnis ist seitens des Beraters unbedingt Rechnung zu tragen. Risiko hat vielfältige Formen und wird individuell empfunden. Deshalb besteht eine der wichtigsten Herausforderungen eines Vermögensberaters darin, das Risikoverständnis seines Kunden zu ergründen. Es handelt sich dabei um ein anspruchsvolles Unterfangen, das mit intelligenten Fragebögen und einer sinnvollen Diskussion erfolgen kann. Anschliessend geht es darum, den Risikobegriff des Kunden in die Finanzsprache zu übersetzen, das heisst in die statistischen Rendite- und Risikomassen zu transferieren. Erst dann kann für den Kunden eine adäquate Anlagestrategie formuliert werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Anlageziel erreichen wird. Selbstverständlich verlangen die erwähnten Schwankungen auch eine regelmässige Evaluation und gegebenenfalls eine Neuanpassung des Risikobegriffs.


Medienstelle Sal. Oppenheim
Ansprechpartner: Markus Baumgartner
E-Mail: markus.baumgartner@richterich-partner.ch
Tel: +41 43 499 50 00

Bank Sal. Oppenheim jr. Cie. (Schweiz) AG
Ansprechpartnerin: Janine Helfenstein
E-Mail: presse@oppenheim.ch
www.oppenheim.ch
Tel: +41 44 214 22 14

(pressrelations) - , Oppenheim Schweiz: «Risiko ist eine Herausforderung für die Beratung»

Jede Anlage ist mit Risiken verbunden. Anleger sind bereit, Risiken einzugehen, wenn sie sich davon eine gute Rendite versprechen. Doch während die Finanztheorie von rationalen Investoren ausgeht, ist dieser Anlegertyp in der Praxis selten zu finden. Die Bedeutung des Begriffs Risiko kann für Kunden, Anleger, Berater und Vermögensverwalter sogar komplett unterschiedliche Bedeutungen haben. Missverständnisse sind geradezu vorprogrammiert. «Es ist von grösster Bedeutung, dass der Berater weiss, was der Kunde unter Risiko versteht. Versteht er es nicht oder falsch, läuft er Gefahr, seinen Kunden falsch einzuschätzen und so zu verlieren», erklärt Dr. Christian A. Camenzind, CEO von Sal. Oppenheim (Schweiz).

Negative Performance versus Volatilität
Der Verlust von Kundenvermögen stellt aus Sicht des Verwalters einen grossen Risikofaktor dar. Der Abzug der Vermögenswerte kann verschiedene Ursachen haben, als Hauptgrund genannt wird aber oft eine «schlechte» Performance. Doch was meint der Kunde damit? Erfahrungsgemäss setzen private Investoren eine negative Performance mit einer schlechten Performance gleich und tendieren in der Folge dazu, dem Vermögensverwalter vorzuwerfen, er wäre zu viel Risiko eingegangen. Unter Risiko verstehen Kunden oft ganz einfach den Verlust.
Finanzspezialisten dagegen verstehen unter dem Risiko einer Anlage die Schwankungsbreite (oder Volatilität) der Rendite, die mittels der Standardabweichung statistisch berechnet wird. Ein schwankungsintensiver Fonds weist im Verlauf der Zeit sehr unterschiedliche Renditen auf. Die Standardabweichung macht aber keine Aussage über die Höhe der Rendite. Es ist durchaus möglich, dass eine Anlage A trotz tiefer Schwankungsbreite eine negative Performance aufweist, während Anlage B mit einer hohen Schwankungsbreite positive Rendite erzielt.

Kundenwünsche respektieren
Die Aufgabe der Beratung wird dadurch erschwert, dass die Risikofreudigkeit des Kunden ihrerseits beträchtlichen Schwankungen unterliegt. «In einer Zeit extremer Verluste an den Kapitalmärkten, wie wir sie derzeit erleben, suchen Privatanleger nach Produkten, die ihnen vor allem Werterhaltung bieten», analysiert Christian Camenzind die Situation. «Das Bedürfnis nach Sicherheit ist gross.» Diesem Sicherheitsbedürfnis ist seitens des Beraters unbedingt Rechnung zu tragen. Risiko hat vielfältige Formen und wird individuell empfunden. Deshalb besteht eine der wichtigsten Herausforderungen eines Vermögensberaters darin, das Risikoverständnis seines Kunden zu ergründen. Es handelt sich dabei um ein anspruchsvolles Unterfangen, das mit intelligenten Fragebögen und einer sinnvollen Diskussion erfolgen kann. Anschliessend geht es darum, den Risikobegriff des Kunden in die Finanzsprache zu übersetzen, das heisst in die statistischen Rendite- und Risikomassen zu transferieren. Erst dann kann für den Kunden eine adäquate Anlagestrategie formuliert werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Anlageziel erreichen wird. Selbstverständlich verlangen die erwähnten Schwankungen auch eine regelmässige Evaluation und gegebenenfalls eine Neuanpassung des Risikobegriffs.




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