Lukratives Sportwettengeschäft ruft Privatsender und Sportverbände auf den Plan
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Die Tendenz entspricht den Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit. Bereits in den letzten Monaten haben auch andere Akteure ihre Geschäftsfelder auf das Sportwettengeschäft ausgerichtet. Die Düsseldorfer Beteiligungsgesellschaft Strateg-Ost http://www.stratega-ost.de etwa hat nicht nur ihren Namen in Top-Wetten-AG geändert, sondern auch die notwendigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Eintritt in die gewinnträchtige Branche geschaffen. So hat man nach der Aktionärsversammlung Ende August damit begonnen, stille Reserven aufzulösen, um damit Spielraum zu schaffen für Investitionen und die teilweise oder vollständige Übernahme von Wettbewerbern. Der Verkauf einer ersten Beteiligung aus dem alten Portfolio hat nun einen Gewinn von 379 000 Euro erbracht, der sich allerdings aufgrund einer Nachbesserungsklausel bis zum Jahresende noch auf über 800 000 Euro erhöhen könnte. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen für den Ankauf von Ladenketten als Point-of-Sales für das Sportwettenvermittlungsgeschäft vorgehalten werden. Auch aus dem Verkauf von Yukos-Aktien und dem Handel mit Aktien von Rosneftegazstroy konnte insgesamt ein Gewinn von 210 000 Euro erzielt werden. Bis zum Jahresende sind weitere Beteiligungsverkäufe geplant, um dem Unternehmen ausreichend finanzielle Mittel für den Einstieg in den boomenden Sportwettenmarkt zu verschaffen.
Ausserdem hat die Top-Wetten-AG die notwendigen Schritte eingeleitet, um wieder in den Besitz der Gazprom-Aktien zu kommen, die nach Unternehmensangaben derzeit einen Marktwert von 6,4 Millionen Euro haben. Betrügerische Handlungen des zuständigen Treuhänders, über den der Erwerb des Aktienpaketes seinerzeit aufgrund rechtlicher Bestimmungen abgewickelt werden musste, hatten die Aktien dem Zugriff des Unternehmens entzogen. Sollte es nun gelingen, das Aktienpaket, das vor drei Jahren in der Bilanz der Stratega-Ost bereits auf 0 Euro abgeschrieben wurde, wieder zu erlangen, ist es erklärtes Ziel des Unternehmens, auch durch dessen Verkauf Erlöse für das neue Geschäftsfeld zu erzielen. Bis 2006, wenn die Fussballweltmeisterschaft dem Wettgeschäft zusätzlichen Schub geben wird, will die Top-Wetten-AG die Marktkapitalisierung einiger börsennotierter Sportwettenanbieter übertreffen.
Das Unternehmen befindet sich mit seinem Ansinnen in bester Gesellschaft. Auch die grossen Sportverbände wollen ein Stück vom Kuchen. So denkt der Deutsche Fussball-Bund http://www.dfb.de über ein Wettangebot in Kooperation mit dem Deutschen Sportbund http://www.dsb.de nach. DSB-Präsident Manfred von Richthofen schwebt eine Sportwettenkooperation mit dem DFB vor, bei der neben Fussballspielen auch Begegnungen aus anderen Sportarten wie Handball oder Volleyball auf dem Tippschein stehen. Und die Deutsche Fussball Liga http://www.dfl.de verspricht sich Millionen-Einnahmen durch eine eigene Wette für den Fall, das der Wettspielmarkt liberalisiert werden sollte.
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Datum: 11.10.2005 - 13:36 Uhr
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