Frankfurter Allgemeine Zeitung verliert Leser - Konkurrenz aus dem Hause Springer legt deutlich zu
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Medienexperten zeigen sich von den schlechten Zahlen der FAZ nicht sehr überrascht. "Bei der alten Tante FAZ wird man langsam nervös", sagt Paul Humberg, der in der Winterausgabe des Magazins NeueNachricht http://www.ne-na.de über den Relaunch der "Zeitung für Deutschland" berichtet. "Ende vergangenen Jahres hat die FAZ bekanntlich versucht, mit ein wenig Rouge - also roten Balken in der Zeitung - das eigene Erscheinungsbild aufzumöbeln. Die so genannten Briefe an die Herausgeber haben deutlich gezeigt, dass dies die Stammleserschaft verschreckt hat. Es könnte also eine Entwicklung einsetzen, dass der FAZ die alten und treuen Leser wegsterben und neue und jüngere Leser vom mönchischen Design und den oft schwerfälligen Texten abgeschreckt werden. Wer sich für internationale Politik interessiert, ist bei der Neuen Zürcher Zeitung besser aufgehoben. Und das von Frank Schirrmacher und Patrick Bahners eigensinnig geführte Feuilleton hat gegenüber früheren Zeiten stark an Glanz verloren. Daher greifen vor allem Leser zur FAZ, die dies aus beruflichen Gründen tun müssen. Juristen informieren sich über die aktuelle Rechtsprechung. Und auch am Wirtschaftsteil kommt man kaum vorbei. Schwächen erkenne ich jedoch im Politikteil und vor allem im Kulturteil. Man hat den Eindruck, dass es im Feuilleton - Stichwort Entenhausen - nur noch darum geht, das eigene Hobby ohne Rücksicht auf den vergraulten Leser zu betreiben. Die Welt hat unter dem Chefredakteur Roger Köppel deutlich an ordnungspolitischem Format gewonnen. Es muss kein Nachteil sein, wenn jemand mit dem Blick von aussen und mit mehr Distanz zu den deutschen Dingen eine Zeitung verantwortet."
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Datum: 18.01.2006 - 11:17 Uhr
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