Für eine „Regulierung im Weltmaßstab“ – Die Ziele der Globalisierungsgegner
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Bei der so genannten „altermondialistischen“ Bewegung handele es sich um eine äußerst komplexe politische Strömung, die Ende der 1990er Jahre zu einem internationalen Akteur geworden und deren Organisation ebenso schnell wie ihr Einfluss gewachsen sei. Eine dieser Denkrichtung betone die Notwendigkeit öffentlicher Lenkung und Steuerung sowie die Stärkung der Staaten im Verhältnis zu den Märkten. Ihre Verfechter seien vor allem in Südeuropa und Lateinamerika zu finden, so Lula in Brasilien und die „lupenreinen Demokraten“ Chavez in Venezuela und Morales in Bolivien. Gegner sind zum Beispiel die Welthandelsorganisation und die Weltbank. Angestrebt wird eine „Regulierung im Weltmaßstab“.
Das globale extremistische Protestpotenzial stelle bei dieser Bewegung zwar nur eine Minderheit dar, es wird aber - verstärkt auch durch die obsessiven Bemühungen der Medien – besonders stark beachtet. Globalisierungskritik ist alter Wein in neuen Schläuchen und ersetzt die alte kommunistische oder sozialistische Kapitalismuskritik. Die Globalisierungsgegner, so Moraeu, betonen das Primat der antikapitalistischen Aktion. Besonders problematisch erscheint aber, dass die Anwendung von Gewalt und illegalen Aktionen als legitim gilt, als „gerecht“ und „gerechtfertigt“ angesichts der großen Bedrohungen, die der Kapitalismus angeblich über die Menschheit gebracht hat.
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Datum: 31.05.2007 - 15:02 Uhr
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