„Tempolimit beim Wirtschaftswachstum“ – Ausgrenzung der Älteren kostet bares Geld
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Noch sei die Gruppe der 35- bis 49-jährigen mit 20 Millionen Erwerbstätigen die stärkste auf dem Arbeitsmarkt, so Welt-Autorin Kirsten Niemann. Nach einer Konjunkturumfrage des DIHK könnten in diesem Jahr allein 450.000 neue Jobs für Experten entstehen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt jedoch nicht zu finden sind. Doch es wird nicht nur über den demographiebedingten Fachkräftemangel geklagt; es tut sich auch etwas. So vermittelt Steffen Haas, Gründer und Geschäftsführer des Internetportals „Erfahrung Deutschland“ http://www.erfahrung-deutschland.de, seit März 2006 arbeitswillige Senioren in die Wirtschaft. Der Altersdurchschnitt liegt bei 60 bis 65 Jahren.
Inzwischen, so Niemann, befinden sich 5.400 hoch qualifizierte Ruheständler in seiner Datenbank, 10.000 sollten es bis Ende des Jahres werden. Dabei sind Ingenieure, Vertriebsleute, Physiker und Juristen. Dass sich Ältere bessere Jobchancen in Konzernen ausrechnen, wie eine Studie des Instituts Zukunft der Arbeit (IZA) http://www.iza.org, dokumentiert, können Mittelstandsvertreter nicht verstehen. „Vor allem kleinere Unternehmen setzen auf das Know-how der Älteren, weil sie deren Erfahrungswissen schätzen. Kleine und auch mittlere Unternehmen wollen in der Regel Arbeitnehmer langfristig an sich binden, wenn es die Auftragslage her gibt. Da Universitätsabsolventen oft den Karriereeinstieg bei einem Konzern wagen, ist dort die Konkurrenz größer“, sagt Michael Müller, Geschäftsführer der auf IT-Dienstleistungen spezialisierten a&o-Gruppe http://www.ao-services.de mit Firmensitzen in Neuss und Potsdam und Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de. „Kleine Firmen können oft nicht so hohe Gehälter zahlen. Sie sind daher froh, wenn sie einen älteren Arbeitnehmer finden, bei dem nicht mehr die Gefahr besteht, dass er sich in seinem Erwerbsleben geographisch oder beruflich verändern möchte.“
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Datum: 02.10.2007 - 14:49 Uhr
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