Südwest Presse: Kommentar zu STEUERHINTERZIEHUNG
ID: 1001041
Möglichkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige gibt, ist zunächst
einmal ein Ausweis staatlichen Versagens: Im Kampf gegen
Schwarzgeldbesitzer sind die Behörden weiter auf die aktive Mithilfe
der Sünder angewiesen. Die Selbstanzeige ist zugleich einer sehr
pragmatischen Überlegung geschuldet. Die Abschaffung der
Sonderregelung wäre in der Theorie zwar gerechter. In der Praxis aber
blieben Milliardensummen unentdeckt, die am Fiskus vorbeitransferiert
wurden. So kommt der Staat doch noch zu Einnahmen, die dem
Gemeinwesen zustehen. Wenn sich der Staat schon gezwungen sieht,
Gerechtigkeitsfragen gegen monetären Nutzen abzuwägen, dann sollte er
den Preis für sein Angebot der Straffreiheit möglichst hoch ansetzen.
Die Verschärfung der Kriterien muss daher genauso diskutiert werden
wie die von der baden-württembergischen Landesregierung ins Spiel
gebrachte Verlängerung der strafrechtlichen Verfolgung. So oder so
gehen die fetten Jahre für das Gros der Steuersünder allmählich zu
Ende. Dazu trägt der internationale Druck genauso bei wie die
umstrittenen Ankäufe von Steuer-CDs. Die steigende Zahl der
Selbstanzeigen, die durch den spektakulären Fall des FC-Bayern-Bosses
Uli Hoeneß einen Sonderboom erlebt, spricht eine deutliche Sprache.
Für den ehrlichen Steuerzahler ist das eine gute Nachricht.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.01.2014 - 20:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1001041
Anzahl Zeichen: 1611
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 219 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar zu STEUERHINTERZIEHUNG"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
WAZ: Sinti und Roma zieht es ins Revier. Kommentar von Wilhelm Klümper ...
Sinti und Roma werden sich weiterhin vor allem in den beiden Ruhrgebietsmetropolen Duisburg und Dortmund niederlassen. Es war zunächst der billige Wohnraum in den sozialen Brennpunkten, wohin es die ersten Gruppen aus Rumänien und Bulgarien gezogen hat. Skrupellose Vermieter, darunter pikanter
RNZ: Ein Hauch von Korruption ...
Erst Eckart von Klaeden, jetzt Ronald Pofalla - für den sogar eigens ein Vorstandsposten bei der Bahn geschaffen werden soll: Das hat schon mehr als ein Geschmäckle. Es stinkt. (...) Immer wieder beklagen sich Politiker über ihr schlechtes Bild in der Öffentlichkeit. Sie könnten selbst etwas
WAZ: Ein misslungenes Gesetz. Kommentar von Tobias Blasius ...
Wer geglaubt hatte, die massive Kritik der Unternehmensverbände, Kammern und Kommunen am neuen Tariftreue- und Vergabegesetz in NRW werde sich schon irgendwann verflüchtigen, sieht sich getäuscht. Im Gegenteil: Eineinhalb Jahre nach Verabschiedung des umstrittenen Regelwerks noch mit den Stimm
N24-Zitatmeldung: Dietmar Bartsch: Pofalla-Wechsel zur Bahn hat "Geschmäckle"/ "bisher nicht durch Kompetenz aufgefallen" / Bahnpreiserhöhungen wegen Pofalla? ...
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LINKEN, Dietmar Bartsch, hat den direkten Wechsel von Ex-Kanzleramtschef Pofalla zur Bahn AG scharf kritisiert. Dem Nachrichtensender N24 sagte Bartsch: "Das hat schon mehr als ein Geschmäckle, wenn jemand in ein Staatsunternehmen so kurz n




