Welthungerhilfe fordert mehr internationale Unterstützung für den Südsudan
ID: 1001166
Menschen direkt oder indirekt von den Kampfhandlungen im Südsudan
betroffen sind. Doch die bisherigen internationalen Hilfsmaßnahmen
werden der wachsenden humanitären Katastrophe nicht gerecht.
"Die Situation ist verheerend. Tag für Tag steigt die Zahl der
Menschen in den Flüchtlingslagern. An den zahlreichen im Land
verstreuten Zufluchtsorten gibt es derzeit kaum Zugang zu
Trinkwasser, Essen, Unterkünften, Haushaltsgütern oder sanitärer
Grundversorgung. Nach wie vor gibt es Kämpfe und Verletzte. Ein Ende
der Krise ist nicht abzusehen", erläutert Bucay Deng,
Landesvertreterin der Welthungerhilfe im Südsudan.
In Koordination mit der UN hat die Welthungerhilfe im benachbarten
Kenia 6.000 Planen für Notunterkünfte, die bis zu 30.000 Menschen
Schutz bieten, beschafft und die Versorgungskette an dem
Bestimmungsort in Juba organisiert.
"Das ist ein Anfang. Doch wir benötigen deutlich mehr
Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft. Die
Kampfhandlungen müssen eingestellt und humanitäre Korridore
eingerichtet werden, um ein noch größeres Ausmaß der Katastrophe
abzuwenden", fordert Johan van der Kamp, Regionalkoordinator der
Welthungerhilfe für Ost Afrika.
Die Welthungerhilfe arbeitet seit 1986 im Südsudan. Die
Nothilfemaßnahmen der Organisation sollen nun über Northern
Bahr-el-Ghazal und Juba hinaus ausgedehnt werden.
http://www.welthungerhilfe.de/pm-suedsudan-unterstuetzung/
Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten
Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand:
Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu
langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit
einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur
Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 7.100
Projekte in 70 Ländern mit 2,52 Milliarden Euro gefördert - für eine
Welt ohne Hunger und Armut.
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Datum: 03.01.2014 - 11:07 Uhr
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