Neue OZ: Interview mit der Schauspielerin Maria Simon
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Schauspielerin wünscht es sich "aus tiefstem Herzen" - Tränen in
New York
Osnabrück.- Schauspielerin Maria Simon kann es mit ihren 37 Jahren
kaum noch erwarten, Großmutter zu werden: "Es ist ein großer Traum,
und ich wünsche es mir aus tiefstem Herzen, Oma zu werden und meine
Enkelkinder um mich herum zu haben," sagte die vierfache Mutter und
Ehefrau des Schauspielers Bernd Michael Lade der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (Samstagausgabe). Sie wolle "als Oma nicht in der Welt
rumreisen, sondern mich mit meinen Enkelkindern beschäftigen. Das ist
eigentlich mein ganzes Bestreben - gesund zu sein und zu erleben,
dass wir etwas gesät und auf den Weg gebracht haben. Ich möchte
nichts ungetan lassen, damit die Welt sich weiterdreht und meine
Kinder in Frieden ihre Kinder kriegen können."
Das allein reiche ihr aber nicht, fuhr die 37-Jährige fort: "Ich
würde gern alle Menschen hier in Deutschland an die Hand nehmen und
sagen: Los, Leute, jetzt vergesst mal alle Eure Ängste, lasst uns
ruhig Fehler machen, lasst uns vergeben, das ist einer der größten
Heilungsprozesse. Wir sind alle nur Menschen, Kinder von Kindern.
Meine Eltern sind auch nur Kinder von ihren Eltern, die auch mal
Kinder waren."
An ihre eigene Kindheit erinnert sich Maria Simon eher mit
gemischten Gefühlen: "Es war sehr aufregend, teilweise auch sehr
schmervoll - und es gab große Sprünge wie den von Leipzig nach New
York." In der US-Metropole lebte sie ab dem 14. Lebensjahr, da ihr
Vater eine Stelle bei der UNO hatte - und erlebte die Stadt nicht nur
von der glamourösen Seite: "Der Schock war groß, diese Welt in New
York hat mich ziemlich belastet. Ich hatte schon als Kind Antennen
für alles, was aus dem Gleichgewicht gerät, und für die
Ungleichbehandlung von Menschen. Deshalb waren die Obdachlosen auf
der Straße für mich ein echter Schock, ich habe da gestanden und
geheult. Das hat mich umgehauen."
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Datum: 10.01.2014 - 09:00 Uhr
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