Wirtschaft mahnt: "Das Hochschulzukunftsgesetz ist ein deutlicher Rückschritt"
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Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel, Vizepräsidentin der IHK Bonn/Rhein-Sieg und Geschäftsführerin der Carl Knauber Holding GmbH & Co.KG, ist Mitglied im Hochschulrat der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg: "Die geplante Gesetzesnovelle ist ein deutlicher Rückschritt: Weniger Autonomie bei Finanzen, Personalauswahl, Forschung und Transfer bremsen die Entwicklung des Innovationsstandorts Bonn/Rhein-Sieg aus", beklagt Knauber-Daubenbüchel. Durch die Entmachtung des Hochschulrats würde den Hochschulen eine vom Land unabhängige Stelle mit Entscheidungsbefugnis genommen. Ohne tatsächliche Gestaltungsspielräume würden sehr bald viele Wirtschaftsvertreter ihre Kompetenz und Erfahrung dem Gremium nicht mehr zur Verfügung stellen. "Die Offenlegung von gemeinsamen Forschungsvorhaben mit der Wirtschaft würde außerdem dazu führen, dass sich die Unternehmen vermehrt Forschungspartner außerhalb von NRW suchen - mit negativen Folgen für Hochschulfinanzierung, Wissenstransfer und Fachkräfteverfügbarkeit."
Laut IHK Bonn/Rhein-Sieg sind die Hochschulen mit der klaren Ausrichtung auf kooperative Lehre und Forschung zu einem wichtigen Partner der mittelständischen Wirtschaft und zu einem "Innovationstreiber" für Zukunftsthemen der Wirtschaft geworden. Ohne die Spielräume des Hochschulfreiheitsgesetzes sei dies so nicht möglich gewesen. Eine ideologiefreie Forschung solle auch weiterhin möglich sein - Kreativität brauche Vertrauen. Die Hochschulfreiheit habe sich dabei in den vergangenen Jahren sehr bewährt.
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Datum: 17.01.2014 - 11:40 Uhr
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