Südwest Presse: Kommentar zu Afrika-Missionen
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woanders. Während Frankreich in der Zentralafrikanischen Republik
kämpft, bietet Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) gequält
an, das Gepäck zu fliegen - am besten nach Mali, wo weniger Gefahr
droht und den europäischen Verbündeten zumindest indirekt auch
geholfen ist. Wenn irgendein Ergebnis dieser Politik sicher ist, dann
ist es die Häme jener, die schon immer wussten, wo Deutschland steht,
wenn andere die Kartoffeln aus dem Feuer holen: abseits. Doch
Steinmeier steckt in einem Dilemma. Geht es um militärische
Expeditionen in ferne Länder, ist Deutschland zu Recht zurückhaltend.
Und während Frankreichs Präsident François Hollande aus eigener Macht
kraftvoll seine Truppen in Marsch setzen kann, bedarf es hierzulande
einer längeren Debatte nebst Abstimmung des Bundestages. Ein
Verfahren, für das es gute Gründe gibt, das im internationalen
Kontext aber als hinderlich wahrgenommen wird. Libyen, Mali, Syrien,
jetzt auch noch Zentralafrika. Wer als Waffenbruder anerkannt werden
will, darf nicht ständig im Gepäckwagen hinterherrumpeln. Wer - wie
Deutschland - Sonderweg und Anerkennung zugleich will, muss sich
zumindest um eine bessere Kommunikation bemühen. Daran fehlt es.
Warten, Hinweise auf das Engagement an anderer Stelle und danach das
Minimalangebot? Gestaltende Außenpolitik sieht anders aus.
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Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 20.01.2014 - 19:28 Uhr
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