Badische Neueste Nachrichten: Solidarität mit Paris
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EU-Außenminister haben beschlossen, die französischen Soldaten in der
Zentralafrikanischen Republik mit einer Militärmission zu
unterstützen. Auch Deutschland duckt sich nicht einfach weg, sondern
beteiligt sich im Einklang mit den Partnern in Europa an dem Einsatz.
Zwar will Berlin keine Bodentruppen schicken, aber die Bundeswehr
wird mit Transportmaschinen Solidarität beweisen. Die Bundesregierung
kann kein Interesse daran haben, in einen langwierigen Einsatz in
Schwarzafrika verwickelt zu werden. Es gilt, die Gewalt rund um die
Hauptstadt Bangui möglichst rasch einzudämmen und dann der
afrikanischen Eingreiftruppe wieder das Feld zu überlassen.
Afghanistan hat gezeigt, wie rasch man in einen militärischen
Konflikt hineingezogen wird und wie schwierig es ist, den Absprung
zum rechten Zeitpunkt nicht zu verpassen. Außenminister Steinmeier
spricht blumig von einer "Überbrückungsmission", um das humanitäre
Leid in der Region einzudämmen. Aber auch dem Bundesaußenminister
wird klar sein, dass es der 500-Mann-Truppe aus Europa schwerfallen
wird, für die erhoffte Ruhe und Ordnung zu sorgen. Rasch könnte der
Wunsch nach zusätzlichen Soldaten laut werden. Während Frankreich auf
seine koloniale Vergangenheit in der Region verweist, sind deutsche
Interessen in Bangui wohl kaum tangiert. Es bleibt die Solidarität
mit Paris als Hauptbeweggrund - aber diese kann kein Freibrief sein.
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Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
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Datum: 20.01.2014 - 22:40 Uhr
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