Rheinische Post: Hass in Syrien
Kommentar Von Matthias Beermann
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diplomatischen Gezerres die Syrien-Konferenz, die einen Ausweg aus
dem blutigen Konflikt finden soll, wenigstens aber Wege, um die
humanitäre Not zu lindern. In Wirklichkeit dient die Veranstaltung in
der Schweiz in erster Linie der Beruhigung unseres Gewissens. Niemand
glaubt ernsthaft an einen Erfolg der Gespräche. Wir haben es
wenigstens versucht, wird man sich nachher sagen können - aber das
wird den leidenden Menschen in Syrien nicht helfen. Vermutlich
130.000 Syrer sind dem Blutbad bereits zum Opfer gefallen. Das Regime
foltert seine Gegner systematisch zu Tode und zerbombt ganze Städte.
Die Rebellen begehen ebenfalls Kriegsverbrechen. Je größer der Hass
wird, desto geringer wird die Chance auf einen diplomatischen Deal.
Assad weiß das, und er scheint geradezu darauf zu setzen, dass die
Rebellen nicht mit ihm verhandeln wollen. Gleichzeitig schürt er die
Angst vor der Schreckensherrschaft islamistischer Terrorbanden. Als
wäre seine eigene Herrschaft nicht schon schrecklich genug.
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Datum: 21.01.2014 - 20:04 Uhr
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