Badische Neueste Nachrichten: Diktatur oder Bürgerkrieg? - Kommentar von UDO STARK
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von der arabischen Rebellion erschüttert wurden, scheint es nur
dieses Entweder-Oder zu geben. Syrien ist dafür das eklatanteste
Beispiel. Mit dem Aufstand gegen den Diktator Assad verbanden sich
große demokratische Hoffnungen, die inzwischen alle zerstoben sind.
In der Schweiz ringen nun die syrischen Bürgerkriegsparteien um eine
Lösung. Die meisten westlichen Politiker haben keine große Weitsicht
bewiesen. Als die Rebellionen in Nahost und Nordafrika ausbrachen,
sahen sie gleich einen arabischen Frühling anbrechen, verglichen die
Ereignisse gar mit dem Aufbruch von 1989 in Osteuropa. Das war ein
großer Irrtum. Weder Syrien noch Ägypten noch Libyen oder Tunesien
hatten je die Chance sich so zu entwickeln wie es Polen, Ungarn oder
Tschechien vorgemacht hatten. Die arabischen Staaten definieren sich
über Clanstrukturen, ethnische Zugehörigkeit und religiöse
Bekenntnisse. Deshalb kommt ein demokratischer Prozess nur schwer in
Gang, so wünschenswert es auch wäre. Selbstbehauptung im Kampf um die
Macht ist den gesellschaftlichen Gruppen meist wichtiger als der
Dialog. Jedenfalls ist dies in fast allen arabischen Staaten derzeit
zu beobachten, wobei Syriens Lage am bedrohlichsten ist. Die
Friedensgespräche in der Schweiz sind ein Hoffnungsschimmer, aber zu
viel sollte man nicht erwarten. RK
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Klaus Gaßner
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Datum: 23.01.2014 - 22:30 Uhr
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