„Salon Mal du Coeur“ – der Literarische Salon im Herzschmerz Verlag
ID: 1010070
Salonkultur
Literarische Salons als gesellschaftliche Treffpunkte schöngeistiger und intellektueller Zirkel gehen zurück bis in die frühe Neuzeit und kulminieren schließlich im 17./18. Jahrhundert. Der Salon diente der heiteren Geselligkeit, des politisch-philosophischen Ideenaustauschs sowie des Lesens und Musizierens und war Ausdruck kultureller Verfeinerung wie gehobener Lebensart. Allen Salons gemein ist die Leitung durch eine gebildete, adelige Frau, die aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung viel Tagesfreizeit hatte um sich mit schöngeistigen Themen zu beschäftigen, während der Mann seinen aristokratischen Verpflichtungen entsprechend zur Jagd ausritt. Die Gastgeberin eines Salons nannte man deshalb auch Salonniére.
Eine sehr frühe Form von Salonkultur findet sich bereits in Boccaccios berühmten Decamerone. Boccaccios Meisterwerk handelt von einer Handvoll junger, florentinischer Adeliger, die vor der Pest aufs Land flüchten. Um sich die Zeit so angenehm wie möglich zu vertreiben, erzählen sie sich täglich Geschichten, bis sie wieder nach Florenz zurückkehren können. Treffpunkt des klassisch-literarischen Salons war das Palais, der herrschaftlich-repräsentative Sitz des französischen Adels in der Stadt. In der kultivierten Atmosphäre eines mit femininen Charme und intellektuellen Esprits geführten Salons einer Madame de Tencin, Madmoiselle de Lespinasse oder einer Marquise de Rambouillet ging die schöngeistige wie intellektuelle Elite der Zeit von Moliére bis Rousseau ein und aus. Als repräsentativ für Deutschland gilt unter anderem der Salon von Rahel Varnhagen, zu dessen Gästen unter anderem Alexander von Humboldt zählte.
„Der Salon Mal du Coeur knüpft an diese Tradition an und versteht sich als Kristallisationspunkt von Intellektuellen, Ästheten und MacherInnen, um sich über schöngeistige und intellektuelle Themen auf angenehmen Niveau auszutauschen und gegenseitig zu bereichern, ohne das heitere Moment zu vernachlässigen. Die Fähigkeit zum Müßiggang ist ein sehr kostbares und fragiles Gut. In Zeiten einer alle Lebensbereiche durchdringenden Ökonomisierung aber leider ein sehr Vernachlässigtes. Salon Mal du Coeur soll deshalb auch ein Beitrag zur Wiederbelebung und Pflege aktiven Müßiggangs sein.“ - erklärt die Verlegerin Carmen Blom.
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Über den Herzschmerz Verlag
Der Herzschmerz Verlag ist ein von der Kreativ- und Kulturunternehmerin Carmen Blom im Dezember 2013 neugegründeter Independent-Verlag und repräsentiert eine Tochter der Blom Gruppe. Der Verlag ist bis auf weiteres im Bayerischen Jura, in Neumarkt, beheimatet. Das Verlagsprogramm wird aus Lyrik, Belletristik, Hörbüchern und Künstlerbüchern bestehen. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter www.herzschmerz-verlag.de
Pressekontakt
Carmen Blom
verlegerin(at)herzschmerz-verlag.de
Herzschmerz Verlag
Postfach 11 68
92301 Neumarkt
Tel.: 0 049.(0)170.9 339 510
E-Mail: verlegerin(at)herzschmerz-verlag.de
Web: www.herzschmerz-verlag.de
Datum: 24.01.2014 - 19:33 Uhr
Sprache: Deutsch
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