Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz: 10-20-Regel
Etwa 50% der Patienten mit mehr als 15 Kopfschmerztagen pro Monat seit mindestens 3 Monaten haben neben der ursprünglichen primären Kopfschmerzform zusätzlich als ursächlichen Grund für die zunehmende Häufung der Kopfschmerztage pro Monat einen Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerzes (MÜK).
eine Reduktion der Kopfschmerztage pro Monat
ein erneutes Ansprechen auf vorbeugende sowie Akutmedikation
Die einfache Beratung, das Wissen um den Zusammenhang und die Konsequenzen des Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerzes (MÜK) ist essentieller Baustein der Behandlung. Allein dieses Wissen kann schon ausreichen, die Vorgänge zu verstehen, sich richtig zu verhalten und die 10-20-Regel zur Vorbeugung umzusetzen.
Wir haben daher die »10-20 Regel« zum Vermeiden und Erkennen von Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK) aus den Begrenzungen der Einnahmehäufigkeiten der internationalen Kopfschmerzklassifikation (ICHD-3 beta) abgeleitet. Dabei wurde die Obergrenze auf 10 Einnahmetage pro Monat zur Erhöhung der Sicherheit festgelegt, auch wenn diese Schwelle für Monoanalgetika bei 15 Tagen pro Monat angesetzt wird. Eine ausschließliche Mono-Analgetika-Behandlung führen jedoch schwerbetroffene Patienten in der Regel nicht durch, sodass die 10-20-Regel generell zugrunde gelegt werden kann:
Schmerzmittel und spezifische Migränemittel sollten maximal an 10 Tagen pro Monat verwendet werden.
20 Tage im Monat sollten komplett frei von deren Einnahme sein.
Bei dieser Regel werden nicht die an den 10 Tagen verwendeten Tabletten gezählt, sondern nur der jeweilige Tag, unabhängig von der eingenommen Menge.
Das bedeutet auch: Besser an einem Tag mit adäquater Dosis behandeln, als an mehreren Tagen mit zu geringer Dosis.
Die Erfassung der Kopfschmerztage und die Einnahme der Medikamente im Monatsverlauf mit einem Schmerzkalender ist daher für eine zeitgemäße Kopfschmerztherapie unerlässlich.
Prinzipiell scheint jedes Medikament, das in der Akuttherapie primärer Kopfschmerzen wirksam ist, bei falscher Anwendung selbst Kopfschmerzen erzeugen zu können. Entscheidend ist dabei das Einnahmeverhalten im Zeitverlauf. Es werden sowohl schmerzmittel- als auch ergotamin- bzw. triptaninduzierte Kopfschmerzen unterschieden.
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Die Schmerzklinik Kiel wurde als wissenschaftliches Modellprojekt 1997 gegründet und beschritt mit dem Beginn der Patientenversorgung neue Wege in der Schmerztherapie.
Der Behandlungsschwerpunkt zielt auf chronische neurologische Schmerzerkrankungen, insbesondere Migräne- und Kopfschmerzerkrankungen, Schmerzerkrankungen der Muskulatur und des Bewegungsapparates, Schmerzen bei Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems und Schmerzen bei Unfallschäden und bei Nervenverletzungen.
Ziel unserer Klinik ist es, das gesamte Wissen, das international für die Versorgung von chronischen Schmerzen verfügbar ist, unmittelbar den Patienten zukommen zu lassen und dabei hochspezialisiert die Belange von Menschen mit chronischen Schmerzen zu berücksichtigen. Daneben gilt unsere Aufmerksamkeit der Erforschung von neurologischen Schmerzerkrankungen, Migräne und anderen Kopfschmerzen, um die zukünftige Behandlung weiter zu verbessern
Die Konzeption der Schmerzklinik Kiel hat moderne Entwicklungen in der Medizin vorausgenommen, insbesondere die integrierte Versorgung. Integrierte Versorgung bedeutet, dass die Behandlung nicht durch Fachgrenzen eingeschränkt wird. Auch die Abschottung von ambulanten und stationären Versorgungsbereichen wird aufgehoben. Experten der verschiedenen medizinischen Fachgebiete wirken zusammen, um die Patienten mit zeitgemäßen wissenschaftlichen Methoden Hand in Hand zu behandeln. Die ambulante und stationäre Behandlung ist eng aufeinander abgestimmt.
Mit der Umsetzung des Konzeptes bietet die Schmerzklinik Kiel eine speziell auf Patienten mit chronischen Schmerzen ausgerichtete koordinierte ambulante und stationäre neurologisch-verhaltensmedizinische Behandlung an.
Datum: 25.01.2014 - 17:09 Uhr
Sprache: Deutsch
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