Neue OZ: Kommentar zu Energie / Kriminalität
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Der Vorwurf der Ermittler wiegt schwer, der Schaden ist groß.
Hunderte Anleger sollen mit faulen Anlagen in Solarparks um ihr Geld
gebracht worden sein. Im Schnitt geht es um Summen von 50 000 Euro.
Wie in ähnlich gelagerten Fällen dürften die Geprellten meistens
einer Gruppe angehören, die es zu bescheidenem Wohlstand gebracht
hat. Sie hatten sich von ihrem Investment eine hübsche Rendite
versprochen, Solarparks erschienen als nachhaltige Geldanlage
besonders vielversprechend. Die Energiewende wurde vorangetrieben,
die Einnahmen schienen durch die staatliche Ökostrom-Förderung
absolut sicher.
Doch auch wer nicht nur für seinen Geldbeutel etwas Gutes tun
will, sondern auch für die Umwelt, ist nicht gegen Betrüger gefeit.
Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, handelt es sich hier um einen
der spektakulärsten und dreistesten Fälle der jüngsten Vergangenheit.
Dass sich die Ermittlungen bereits über mehrere Jahre hinziehen,
zeigt eines: Die Materie ist hochkomplex. Sollte es zum Prozess
kommen, dürfte dieser sich lange hinziehen.
Wie das Verfahren auch ausgehen mag: Im gleichen Zug ist das
Verhalten der Anleger zu hinterfragen. Die Aussicht auf hohe Rendite
darf die Vernunft nicht ausschalten. So ließen sich Vertreter des
Unternehmens damit zitieren, sie hätten in nur einem Jahr den Umsatz
von zehn Millionen Euro versiebenfacht. Hier hätten bei Investoren
die Alarmglocken schrillen müssen, Vorsicht ist geboten.
Alexander Klay
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Datum: 31.01.2014 - 22:00 Uhr
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