Klaus Ernst: Ablasshandel für wohlhabende Steuerbetrüger abschaffen
ID: 1014557
gegenüber wohlhabenden Steuerbetrügern muss endlich abgeschafft
werden", fordert der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE
LINKE, Klaus Ernst, anlässlich der Medienberichte vom Wochenende
wonach sich wohlhabende Prominente und gutbezahlte Politiker durch
Selbstanzeige der Strafverfolgung entziehen konnten. Ernst weiter:
"Die jetzt bekannten Fälle von Steuerhinterziehung zeigen vor
allem, dass es sich hierbei um ein doppeltes Privileg für Wohlhabende
handelt: Sie haben nicht nur die Möglichkeit, Millionensummen ins
Ausland zu schaffen. Wenn die Luft dann doch zu dünn wird, erlaubt
ihnen der Staat als Gnadenakt, sich von der Strafverfolgung durch die
nachträgliche Verzinsung ihrer hinterzogenen Steuern freizukaufen.
Das ist nichts anderes als eine moderne Form des Ablasshandels, die
umgehend gestoppt werden muss.
DIE LINKE fordert deshalb, die strafbefreienden Selbstanzeige bei
Steuerhinterziehung sowie das Absehen von Strafverfolgung bei
besonders schweren Fällen von Steuerhinterziehung sofort
abzuschaffen. Darüber hinaus muss die seit Jahren bekannte mangelnde
Personalausstattung der Steuerfahndung endlich beseitigt werden.
Sollten die Bundesländer hier weiterhin mauern, müssen die
Kompetenzen des Bundes zur Verfolgung von Steuerstraftaten ausgebaut
werden.
Die diesbezüglichen Forderungen der SPD klingen angesichts von
über elf Jahren sozialdemokratischer Regierungsbeteiligung in den
letzten 15 Jahren reichlich hohl. Viele der jetzt bekannt gewordenen
Steuerstraftaten wurden in einer Zeit begangen, als die SPD das
Finanzministerium führte und damit in der Lage gewesen wäre, der
Steuerflucht wirkungsvoll Einhalt zu gebieten."
Pressekontakt:
Hendrik Thalheim
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.02.2014 - 13:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1014557
Anzahl Zeichen: 2204
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 198 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Klaus Ernst: Ablasshandel für wohlhabende Steuerbetrüger abschaffen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Fraktion DIE LINKE. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Fraktion DIE LINKE.
Gauland: Wir brauchen eine Kultur des angemessenen Handelns / Zum neuen Steuerskandal prominenter Deutscher erklärt der stellvertretende Sprecher der Alternative für Deutschland, Alexander Gauland ...
Alice Schwarzer fühlt sich nach Offenlegung ihrer Steuersünden zu Unrecht angegriffen. Da ist sie in guter Gesellschaft. Ein Blick auf andere Prominente in ähnlicher Lage zeigt wie gegensätzlich die öffentlichen Äußerungen gegenüber ihrem heimlichen Handeln sind. Es ist nicht ersichtl
Rupprecht: BAföG ist und bleibt die gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern ...
Die Kosten für das BAföG von Studierenden und Schülern werden zu 65 Prozent vom Bund und zu 35 Prozent von den Ländern getragen. Der SPD-Parteivorstand hat am gestrigen Montag beschlossen, dass der Bund die Kosten von Erhöhungen und Reformen des BAföG alleine tragen soll. Hierzu erklärt de
Klage gegen die Bundesregierung ? Constanze Kurz zu Gast bei Moderatorin Kimi ...
NSA, so aktuell wie nie! NSA, so aktuell wie nie. Wir sind von http://redemit.net mitten drin statt nur dabei. Live am 06.02.2014 um 20 Uhr im Gespräch mit Constanze Kurz, Sprecherin vom Chaos Computer Club, zur Anklage an die Bundesregierung. Durch das Interview führt Kimi, Moderatorin und I
stern: CDU-Schatzmeister Helmut Linssen hatte Briefkastenfirma auf den Bahamas ...
Der Bundesschatzmeister der CDU, Helmut Linssen, hat jahrelang Geld in einer Briefkastenfirma in Mittelamerika verborgen. Im August 1997 zahlte er insgesamt 829.322 Mark bei der Bank HSBC Trinkaus&Burkhardt International S.A. in Luxemburg ein. Das zeigen Recherchen des stern. Mithilfe der




