Neue OZ: Kommentar zu Arbeit / Soziales
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In Zeiten einer relativ geringen Arbeitslosenquote, gut gefüllter
Auftragsbücher und angemessener Bezahlung ist die Verlockung, an der
Steuer vorbei schwarz zu arbeiten, gering.
Nach den Zahlen der aktuellen Studie von
Wirtschaftswissenschaftlern aus Tübingen und Linz wird der Umsatz der
Schattenwirtschaft im laufenden Jahr gegenüber 2013 zurückgehen -
eine logische Folge der guten Wirtschaftslage in der Bundesrepublik.
Trotzdem entgehen dem Staat und den Trägern der Sozialversicherung
nach diesen Schätzungen pro Jahr 50 bis 60 Milliarden Euro: eine
unglaubliche Summe.
Es gibt in unserem Land bestimmt wenige, die sich davon
freisprechen können, jemals den Ermessensspielraum beim Finanzamt
ausgenutzt, den Maler bar bezahlt oder dem Babysitter seinen Lohn
einfach so zugesteckt zu haben.
Aber ein Bürger, der Wert legt auf ein gerechtes Sozialsystem und
die Wohltaten eines im Großen und Ganzen gut funktionierenden
Staates, darf Schwarzarbeit nicht unterstützen - weder auf der Seite
des Auftraggebers noch auf der Seite des Dienstleisters.
Gefälligkeiten im Freundeskreis natürlich ausgeschlossen. Denn die
Hilfe von Nachbar zu Nachbar mit dem anschließenden gemeinsamen
Feierabendbier stärkt das soziale Gefüge innerhalb der Gesellschaft -
und auch das ist Gold wert.
Gerhard Placke
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Datum: 04.02.2014 - 22:00 Uhr
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