Neue OZ: Kommentar zu Energie / Deutschland / Netze
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Der Stromnetzbetreiber Tennet ist sicherlich für manches zu
kritisieren: So ist etwa das Drama um den stockenden Ausbau der
Stromleitungen zu Windparks in der Nordsee noch immer nicht
ausgestanden. Anders sieht es aber beim Netzausbau an Land aus.
Hier liegt mit Tennets SuedLink-Kabel erstmals ein konstruktiver
Vorschlag auf dem Tisch, wie die Energienetze fit für die Zukunft
gemacht werden können. Das ist ausdrücklich zu begrüßen - auch wenn
die Empörung bei den Betroffenen vor Ort groß sein mag. Die neuen
Stromtrassen werden dazu beitragen, dass die Versorgungssicherheit
gewährleistet bleibt.
Die Gesamtkosten von rund zehn Milliarden Euro für die 36
Einzelprojekte werden Kritiker aufhorchen lassen: Sollen die
Verbraucher noch mehr für die Energiewende zahlen? Mitnichten.
Stromkunden dürften unterm Strich entlastet werden.
Heute zahlen sie wegen fehlender Leitungen doppelt: Sie kommen für
Entschädigungen an Windparkbetreiber im Norden auf, wenn diese ihren
Strom nicht absetzen können. Und im Süden blechen Verbraucher mit
hohen Summen dafür, wenn Strom knapp wird und zu aberwitzigen Preisen
aus Nachbarländern eingekauft werden muss.
Im Detail mögen für den Bau der SuedLink-Trasse noch viele Fragen
zu klären sein. Letztlich führt daran aber kein Weg vorbei.
Alexander Klay
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Datum: 05.02.2014 - 22:00 Uhr
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