Arzneimittel: Versorgung gesichert?

Arzneimittel: Versorgung gesichert?

ID: 1017098
(ots) - BPI fordert Inflationsausgleich und Entlastungen
für Generika - Gesetzgeber legt die Axt an Grundprinzipien des AMNOG.

Der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) fordert in
seiner Stellungnahme zum 14. SGB-V Änderungsgesetz, das in dieser
Woche zur Anhörung steht, den Bundestag auf, die Maßnahmen gegen die
pharmazeutische Industrie zu begrenzen. Nach Auffassung des BPI
müssen Arzneimittel ohne Patentschutz und verordnungsfähige
Arzneimittel der Selbstmedikation (OTx) von Preisstopp und erhöhtem
Abschlag ausgenommen werden. Und für alle anderen Arzneimittel muss
es zumindest einen Inflationsausgleich beim seit mehr als vier Jahren
bestehenden Preisstopp geben. "Wir haben seit vier Jahren keinen
Inflationsausgleich, keinen Ausgleich für gestiegene Kosten: Das
entzieht Arzneimitteln die wirtschaftliche Grundlage. Und mit der
neuen Regelung zum Zwangsabschlag werden dann auch noch generische
Arzneimittel stärker als bisher belastet. Das kann nicht im Sinne des
Gesetzgebers sein und muss dringend korrigiert werden" sagt Henning
Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI.

Knapp 80% aller zu Lasten der GKV abgegebenen Packungen sind
Produkte, die im generischen Wettbewerb stehen und damit durch
marktbasierte Mechanismen wie Festbeträge und Rabattverträge sowie
durch Generikaabschläge (10%) preislich bereits sehr stark reguliert
werden. Resultat sind extrem niedrige Abgabepreise: Ein 2012 unter
Preismoratorium eingeführtes Arzneimittel mit einem
Apothekenverkaufspreis von 10,96 Euro führt für den Hersteller nur zu
Erlösen von 0,33 Euro pro Packung - ohne Berücksichtigung eventueller
Rabattverträge! Das Preismoratorium verwehrt damit auch extrem
regulierten Produkten Preisanpassungen, die aber durch die Inflation
(kumuliert 7,3% seit Ende 2009) zwingend notwendig sind: So sind z.


B. die Personalkosten von BPI-Mitgliedern um 11,5 % gestiegen,
Stromkosten um fast 23 %. "Es kann niemanden überraschen, dass
Anbieter Produkte aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Markt nehmen
müssen. Das ist aber weder im Sinne der Versorgung noch der Wunsch
der pharmazeutischen Industrie. Hier muss unbedingt Abhilfe
geschaffen werden" so Fahrenkamp.

Zusätzlich beseitigt der Gesetzgeber durch eine weitere Maßnahme
das zentralen Grundprinzip des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes
(AMNOG). "Wir erinnern die Koalitionäre daran, dass sie eigentlich
nur die Frage der Handelsspannen regeln wollten. Jetzt aber
beseitigen sie mit einem gesetzgeberischen Schnellschuss, der durch
einen Änderungsantrag im laufenden Verfahren erfolgen soll, mit der
Verhandlung eines Rabattes auf den Listenpreis der Unternehmen ein
Grundprinzip des AMNOG. Dies ist eine völlig verfehlte
Vorgehensweise" erklärte Fahrenkamp.



Pressekontakt:
Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  BIOFACH 2014: Maroc Export stellt in Nürnberg aus Neue Handelsvertretung für Medizintechnik in Bayern
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.02.2014 - 11:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1017098
Anzahl Zeichen: 3160

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin



Diese Pressemitteilung wurde bisher 269 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Arzneimittel: Versorgung gesichert?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

KARL muss "Chefinnen-Sache" werden - BPI fordert konsistente EU-Pharmapolitik ...
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufgefordert, das Thema Kommunale Abwasserrichtlinie (KARL) zur "Chefinnen-Sache" zu machen. "Wenn 16 EU-Mitgliedstaaten ihre Bedenken wegen der zu erwartenden Kosten bei KARL ä

BPI fordert "echte Gesundheitsreform"- Spargesetz mit Risiken für Versorgung und Industrie ...
Deutschland braucht schnellstens eine Strukturreform im Gesundheitswesen. Das forderte der Vorsitzende des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), Oliver Kirst, bei der Ordentlichen Hauptversammlung des Verbandes heute in Berlin. Nur das wäre eine echte Gesundheitsreform. Denn: &q

Presseeinladung zur Ordentlichen BPI-Hauptversammlung und zur Pressekonferenz am 11. Juni 2026 ...
Einen Tag vor der Ersten Lesung des als Gesundheitsreform bezeichneten Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) findet am 11. Juni die diesjährige Ordentliche BPI-Hauptversammlung statt. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Die Veranstaltung beginnt um 9:30 Uhr (Akkreditierung ab 9 Uhr), im Vi


Weitere Mitteilungen von BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie


Mit Sauerkirschen die Harnsäurewerte senken ...
Vom Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe stammt ein berühmtes Zitat, das sehr gut zum Thema Gicht passt: "Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen". Tatsächlich war er unter den Reichen und Schönen nicht der einzige Prominente, den ab und an das Zipperlein p

Der Neue Swopper AIR ...
Mit dem swopper AIR verbessert aeris das dreidimensionale Sitzen gleich um zwei Innovationen: einen klima-aktiven Bezug und die neue Hi-Tec-Polsterung für noch mehr Sitzkomfort. swopper AIR - komfortabel sitzen, egal wie lang der Arbeitstag wird Die ausgereifte Hi-Tec-Polsterung besteht aus f

Ob durch Akne oder einen Unfall - Narben entstehen immer wieder ...
Aknenarben oder OP-Narben: Narben sind für viele Personen nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern auch eine massive gesundheitliche Einschränkung. Grund dafür sind Narbenschmerzen, die immer wieder auftreten können. Wichtig ist, dass Narben aus diesem Grund auch behandelt und gepflegt werde

Bundesweite Event-Reihe: Fitnesskur fürs Rechnungswesen im Krankenhaus ...
Hamburg, den 06.02.2014 - Marabu EDV und ALPHA COM laden kaufmännische Entscheider aus der Gesundheitsbranche zum Business-Frühstück ein. Es sind sieben Termine in großen Städten Deutschlands vorgesehen. Die beiden Spezialisten für Software und Dienstleistung geben dort Impulse, wie sich Buchh


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z