Neue OZ: Kommentar zu Obama und Hollande
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US-Präsident Barack Obama und sein französischer Amtskollege
François Hollande üben demonstrativ den Schulterschluss: So viel
Harmonie wie beim Besuch des Franzosen in Washington herrschte in den
vergangenen Jahren selten zwischen den beiden Staaten. Keine Spur
mehr von der Verstimmung im Zuge der NSA-Affäre, als Hollande im
Oktober erbost mit Obama persönlich telefonierte und seine
Verärgerung kundtat. Vergessen auch die Eiszeit, als Frankreich
ebenso wie Deutschland George W. Bush die Gefolgschaft in den
Irakkrieg verweigerte. Im Gegenteil: Inzwischen ist Paris den
Amerikanern ein verlässlicher sicherheitspolitischer Partner in
globalen Fragen. Kein anderes Land in Europa zeigt ähnlichere
außenpolitische Ambitionen. Die Franzosen gaben den USA Rückendeckung
im Libyen-Krieg und weiteten ihr militärisches Engagement in Afrika
aus. Sie versicherten Obama die Unterstützung bei einem möglichen
Militärschlag in Syrien und forderten in der EU am lautesten, die
Rebellen mit Waffen zu beliefern. Während die EU-Staaten bei
internationalen Konflikten um eine gemeinsame Linie ringen, stemmt
Frankreich die europäische Außenpolitik im Grunde alleine. Das
registriert Washington, und es ermuntert den transatlantischen
Partner. Denn der Weltpolizist ist müde und mit innenpolitischen
Problemen beschäftigt, etwa mit dem Haushaltsstreit. Ihm kommt ein
eifriger Helfer auf der globalen Bühne gerade recht.
Franziska Kückmann
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Datum: 12.02.2014 - 22:00 Uhr
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