Rheinische Post: Steuerschätzer erwarten höhere Steuereinnahmen
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der Bundesregierung rechnen Steuerschätzer mit höheren
Steuereinnahmen für Bund, Länder und Gemeinden als bislang
prognostiziert. "Mittelfristig sind einige Milliarden an
Mehreinnahmen gegenüber der bisherigen Steuerschätzung zu erwarten",
sagte der Steuerschätzer des Kieler Instituts für Weltwirtschaft,
Jens Boysen-Hogrefe, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen
Post" (Donnerstagsausgabe). "Ab 2015 könnten die Einnahmen um fünf
bis sechs Milliarden pro Jahr höher liegen als bisher geschätzt",
sagte Boysen-Hogrefe. "Die Steuereinnahmen werden mittelfristig
besser ausfallen, als wir es bisher vorausgesagt haben", sagte auch
der Steuerschätzer des Rheinisch-Westfälischen Instituts für
Wirtschaftsforschung in Essen (RWI), Heinz Gebhardt. 2014 seien aber
nur "konjunkturbedingte Mehreinnahmen von etwa einer halben Milliarde
Euro" zu erwarten. Im November hatten die Steuerschätzer für das
laufende Jahr gesamtstaatliche Einnahmen von 640,3 Milliarden Euro
vorausgesagt. Diese Summe dürfte sich leicht auf 641 Milliarden Euro
erhöhen. Die Wachstumsprognose der Regierung ist Grundlage der
nächsten Steuerschätzung Anfang Mai in Berlin. Wirtschaftsminister
Gabriel erhöhte die bisherige Prognose der Regierung für 2014 leicht
von 1,7 auf 1,8 Prozent. Laut einer internen Prognose soll das
Wachstum 2015 weiter auf 2,0 Prozent anziehen. Bisher war die
Regierung für 2015 intern nur von 1,4 Prozent ausgegangen.
"Spätestens ab 2016 wird es deshalb einen deutlichen Sprung nach oben
geben bei den Steuereinnahmen im Vergleich zur bisherigen
Steuerschätzung", sagte Boysen-Hogfrefe.
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Datum: 13.02.2014 - 00:00 Uhr
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