Neue OZ: Gespräch mit Paula Honkanen-Schoberth, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes
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Posing-Fotos ein Alarmsignal
"Es besteht dringender Handlungsbedarf" - Kritik an Edathy:
Verhalten moralisch fragwürdig
Osnabrück.- Der Deutsche Kinderschutzbund drängt darauf, die
Gesetze zum Schutz vor Kinderpornografie zu überprüfen.
Bundesgeschäftsführerin Paula Honkanen-Schoberth sagte der "Neuen
Osnabrücker Zeitung" (Dienstag): "Es besteht dringender
Handlungsbedarf. Die massenhafte Verbreitung und kommerzielle
Verwertung sogenannter Posing-Fotos sind ein Alarmsignal. Denn man
muss immer bedenken, dass dahinter Gewalt und Missbrauch von Kindern
stehen können." Außerdem könnten sich Kinder meist nicht wehren und
würden traumatisiert. Oft litten sie ein Leben lang unter Nacktfotos,
wenn diese durchs Internet geisterten.
Das Verhalten des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian
Edathy nannte Honkanen-Schoberth vor diesem Hintergrund moralisch
fragwürdig, auch wenn ihm strafrechtlich womöglich nichts vorzuwerfen
sei. Die Geschäftsführerin mahnte zugleich, man müsse bei diesem
Thema sehr genau hinsehen. Möglicherweise sei es sinnvoll, die
Gesetze noch einmal zu verschärfen. Es dürfe aber nicht dazu kommen,
dass harmlose Fotos in Familien-Fotoalben gleich als Hinweis auf
Kinderpornografie gewertet würden.
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Datum: 18.02.2014 - 05:00 Uhr
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