Neue OZ: Kommentar zu Kunstraub
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Jetzt rächt sich die Hinhaltetaktik der Augsburger
Staatsanwaltschaft. Seit der Beschlagnahme der Bilder in der Wohnung
von Cornelius Gurlitt ist zu viel wertvolle Zeit verstrichen. Bis
jetzt ist der Verdacht der Raubkunst bei zu wenigen Bildern erhärtet.
Und obendrein bleibt weiter unklar, auf welcher Grundlage die Bilder
überhaupt abtransportiert wurden.
Genau an diesen Punkten setzen jetzt Gurlitts Anwälte an, mit
allerdings erstaunlichen Feststellungen und Forderungen. Mit der
neuen Internetseite wollen sie die Diskussion im Namen ihres
Mandanten versachlichen. In Wirklichkeit setzen sie auf
Konfrontation, indem sie Ansprüche von Vorbesitzern bestreiten und
überhaupt die ganze Frage der Raubkunst für das Gurlitt-Konvolut bis
auf marginale Anteile infrage stellen.
Vor allem verwundert Gurlitts eigener Wortlaut. Er wolle mit
seinen Bildern leben, "in Frieden und in Ruhe". Hat Cornelius Gurlitt
jemals in all den Jahren darüber nachgedacht, auf wie viel Unfrieden
und Unruhe im Leben anderer Menschen sein Kunstbesitz gründet? Was
für eine Missachtung der Opfer.
Stefan Lüddemann
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Datum: 18.02.2014 - 22:00 Uhr
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