Westfalenpost: Westfalenpost zum Fall Edathy
Schärfere Gesetze, härtere Strafen, klarere
Regeln - das sind die üblichen Forderungen, wenn Skandale hochkochen.
So ist es nicht verwunderlich, dass jetzt entsprechende Wortmeldungen
die Affäre um die vom SPD-Politiker Edathy bestellten
Kinder-Nacktfotos begleiten. Verständlich ist das: Wer sich von
solchen Bildern sexuell erregen lässt, erregt seinerseits Abscheu.
Wie kann das völlig legal sein?
Schon der Begriff
Kinderpornografie führt in die Irre, weil er eine Verwandtschaft zur
"normalen" Pornografie suggeriert. Doch die ist nicht vorhanden.
Bildmaterial von Sex mit Kindern ist immer Resultat eines schweren
Missbrauchs. Das lässt sich nicht in eine Schublade stecken mit
Nackedei-Strandfotos. Die sind harmlos. Zumindest, so lange sie nicht
verkauft werden. Hier wäre ein Ansatzpunkt für eine gesetzliche
Neuregelung. Aber Vorsicht: Abweichende sexuelle Neigungen dürfen
nicht kriminalisiert werden, wenn niemand geschädigt wird. Und eine
neue Prüderie wäre im Land der Freikörperkultur auch nicht
wünschenswert. Deshalb empfiehlt es sich abzuwarten, bis sich die
Aufregung gelegt hat.
Dringender ist die Auseinandersetzung
mit dem Vorgehen der Staatsanwaltschaft. Eine Hausdurchsuchung damit
zu begründen, dass Käufer legaler Bilder oft auch illegale besäßen,
klingt wie: Wer in der Apotheke Aspirin kauft, hat erfahrungsgemäß
manchmal Heroin im Haus. Dann hält man die Aktion nicht geheim und
erledigt Ruf und Karriere eines Menschen, der - so weit bekannt -
nichts Verbotenes getan hat. Das ist völlig inakzeptabel.
Andererseits möchte man Sebastian Edathy wirklich nicht wieder im
Bundestag sehen. So kommen sich Moralempfinden und Rechtskultur
kompliziert in die Quere. Dagegen wirkt so ein Koalitionskrach
putzig.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.02.2014 - 21:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1021360
Anzahl Zeichen: 2075
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 172 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Westfalenpost zum Fall Edathy"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Westfalenpost: Westfalenpost zu den Problemen der Hebammen ...
Es ist eine schwere Geburt: Seit Jahren schon verspricht die Politik, die Hebammen von hohen Haftpflichtprämien zu entbinden. Getan aber hat sich seitdem kaum etwas. Zwar verschafften die Kassen den Hebammen vorübergehend Linderung, indem sie sich an den steigenden Kosten beteiligten. Doch nu
Ostthüringer Zeitung: Carl D. Goerdeler kommentiert: Chaos in Caracas ...
Seit einer Woche ist Venezuelas Hauptstadt ein Schlachtfeld von Protestdemonstrationen und Polizeiaktionen. Drei Tote sind bislang zu beklagen, Hunderte von Verletzten, ein Trümmerfeld abgefackelter Autos. Eine explosive Masse hat sich aufgebaut. Nicolás Maduro, der Präsident von Gnade
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Streit über Kosten der Inklusion Überfordert Bernhard Hänel ...
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne? Von wegen! Der Start des gemeinsamen Unterrichts von Fünftklässlern mit und ohne Handicap wird überschattet von einem heftigen Streit zwischen der Landesregierung und den Kommunen. Beide Seiten finden Inklusion super, doch über die Umsetzung tobt seit Monat
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Die Große Koalition und der Fall Edathy Kuhhandel Alexandra Jacobson, Berlin ...
Die Affäre Edathy gerät derzeit in die Tretmühle der Politmaschinerie. Die Berliner Normalität schlägt zu, und damit geht es wieder um das übliche Klein-Klein. Der zurückgetretene Agrarminister Hans-Peter Friedrich ist tief beleidigt und hat nicht verstanden, warum er eigentlich zurücktre




