Neue OZ: Nachricht zu Pferdefleisch
ID: 1022221
Deutschland
Schlachterei aus Niederlanden belieferte drei Betriebe in NRW -
Betriebserlaubnis entzogen
Osnabrück.- Ein niederländisches Unternehmen, das im Verdacht
steht, Rindprodukte mit Pferdefleisch vermengt zu haben, hat
entsprechende Ware auch nach Deutschland geliefert. Wie die "Neue
Osnabrücker Zeitung" (Freitag) unter Berufung auf das
Verbraucherschutzministerium in Berlin berichtet, hat die
Schlachterei nach Kenntnis der Behörde 19 Tonnen fragliches Fleisch
nach Deutschland verkauft.
Der Betrieb aus der Provinz Gelderland muss auf Weisung der
niederländischen Behörden alle Produkte der vergangenen zwei Jahre
zurücknehmen, insgesamt rund 28.000 Tonnen. Zudem haben die
Kontrolleure dem Unternehmen vor kurzem die Schlachterlaubnis
entzogen.
Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" weiter berichtet, seien die
zuständigen Behörden in Deutschland über das sogenannte
EU-Schnellwarnsystem sowie das Bundesamt für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit informiert worden. Auf Nachfrage der Zeitung
erklärte das NRW-Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf, im
fraglichen Zeitraum seien drei Verarbeitungsbetriebe in
Nordrhein-Westfalen von dem niederländischen Produzenten beliefert
worden.
Das Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf habe keine Kenntnis
darüber, dass sich betroffene Produkte noch im Einzelhandel befänden,
sagte eine Sprecherin. Die betroffenen Lieferungen seien bereits 2012
erfolgt, vermutlich sei die Ware bereits verarbeitet, verkauft und
konsumiert worden. Die Sprecherin wies darauf hin, dass für
Verbraucher keine Gesundheitsgefahr bestanden habe. Es habe sich bei
dem verdächtigen Fleisch lediglich um einen Verstoß gegen die
Kennzeichnungspflicht gehandelt.
Beim zuständigen Ministerium in Niedersachsen erklärte ein
Sprecher, es sei "kein derartiges Fleisch nach Niedersachsen
geliefert worden".
Vor einigen Monaten hatte bereits ein ähnlicher, europaweiter Fall
aus demselben Zeitraum Schlagzeilen gemacht.
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Datum: 20.02.2014 - 11:48 Uhr
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