Kölner Stadt-Anzeiger: Ära Meisner endet Freitag - Annahme des Rücktrittsgesuchs durch den Papst wird am Mittag bekannt gegeben.
Reform-Katholiken ziehen kritische Bilanz
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Freitag die Zeit von Kardinal Joachim Meisner als Erzbischof von
Köln. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe) unter
Berufung auf Meisners Umgebung berichtet, soll um 12 Uhr - zeitgleich
in Köln und Rom - die Annahme seines Rücktrittsgesuchs durch Papst
Franziskus bekannt gegeben werden. Unmittelbar danach werde das
15-köpfige Domkapitel unter der Leitung von Dompropst Norbert
Feldhoff zur Wahl des Diözesanadministrators (Bistumsverwalter)
zusammen treten, berichtet die Zeitung weiter. Als Favorit gelte der
amtierende Generalvikar Stefan Heße. In Kirchenkreisen würden aber
auch seine beiden Vorgänger genannt, der heutige Dompropst Norbert
Feldhoff und Weihbischof Dominikus Schwaderlapp. Zu einem späteren
Zeitpunkt - wohl um Ostern herum - werde das Kapitel seine Kandidaten
für die Nachfolge Meisners benennen. Dem Vernehmen nach wollen die
Wahlmänner vorher die Meinung kirchlicher Räte und Gremienvertreter
einholen. Die Reform-Initiative "Wir sind Kirche" bilanziert Meisners
Amtszeit negativ. Ihr Sprecher Christian Weisner sagte dem "Kölner
Stadt-Anzeiger", der Erzbischof habe dem Ansehen der katholischen
Kirche in Deutschland mehr geschadet als zum Glauben eingeladen.
"Meisner stand für eine absolut linientreue und romhörige Kirche und
hat immer wieder den innerkirchlichen Richtungskampf angestachelt,
wie zuletzt auch in der Auseinandersetzung um den Limburger Bischof
Tebartz-von Elst." Meisners Nachfolger werde es schwer haben, "nach
dem autoritativen Stil des Kardinals wieder eine Linie des Dialogs
mit den Klerikern und vor allem mit dem Kirchenvolk im Erzbistum Köln
zu finden". Der 1933 geborene Meisner, vormals Bischof von Berlin,
war am 12. Februar 1989 als Erzbischof von Köln eingeführt worden.
Seinen Abschied feiert er offiziell am 9. März.
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Datum: 28.02.2014 - 01:00 Uhr
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