Neue OZ: Kommentar zu russischem Erdgas
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Russlands aggressive Reaktion auf den Machtwechsel in der Ukraine
ist nicht nur eine große politische Gefahr. Neben einer
diplomatischen Eiszeit droht auch großer Schaden für die
Weltwirtschaft. Rund um den Globus sind die Börsen bereits auf
Talfahrt gegangen, weil die Krise immer größere Kreise zieht. Und das
war womöglich erst der Anfang. Vor allem Russland selbst zahlt einen
hohen Preis für seine Kraftspiele. So ist der Rubel unter massiven
Abwertungsdruck geraten. Und der Versorger Gazprom hat Dutzende von
Milliarden Euro an Wert verloren. Aber auch für die deutsche
Wirtschaft steht viel auf dem Spiel. Rund 300 000 Arbeitsplätze
hängen hierzulande vom Handel mit Russland ab. Es bestehen mithin
große gegenseitige Abhängigkeiten. Und so verständlich der Wunsch
ist, den Russen Grenzen aufzuzeigen: Wirtschaftliche Sanktionen
könnten sich schnell als kontraproduktiv erweisen. Denn
Strafmaßnahmen werden nicht ohne Folgen bleiben, sondern
Gegensanktionen auslösen. Eine solche Abwärtsspirale muss unbedingt
vermieden werden. Das Wichtigste ist nun, den Gesprächskontakt mit
der Führung in Moskau nicht abreißen zu lassen. Bundeskanzlerin
Angela Merkel hat dafür im Gespräch mit Präsident Wladimir Putin eine
Grundlage gelegt, die sich noch als sehr wichtig erweisen kann.
Uwe Westdörp
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Datum: 03.03.2014 - 22:00 Uhr
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