Rheinische Post: Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon fordert Zinserhöhung
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die Europäische Zentralbank auf, die Zinsen zu erhöhen. "Die EZB muss
jetzt den Einstieg in den Ausstieg aus der Niedrigzinsphase
einleiten", sagte Fahrenschon der in Düsseldorf erscheinenden
"Rheinischen Post" (Dienstagausgabe). "Die Zentralbank sollte die
Signale von der US-Notenbank aufnehmen. Dort ist die Rede davon, dass
man in den nächsten zwölf bis 18 Monaten nicht die Zinswende
verpassen darf."
Zur Begründung verwies Fahrenschon auf die Wachstumsaussichten im
Euro-Raum und die Gefahr des billigen Geldes: "Alle werden immer
abhängiger vom billigen Geld. Es kann süchtig machen und verleitet
dazu, dass sich die Staaten nicht entschulden, sondern neue Schulden
aufnehmen."
Zugleich kritisierte er, dass die EZB im Rahmen der
Bankenaufsicht ab November weitreichende Befugnisse erhält. " Die EZB
ist als Notenbank nicht die richtige Institution dafür. Wenn sie
jetzt aus ihrem Sonderstatut etwa beansprucht, dass jeder Akteur
künftig in Englisch arbeitet und wir uns in Deutschland vom
Handelsgesetzbuch zu trennen haben, um nach internationalen Vorgaben
zu bilanzieren, dann ist das ein Holzweg. Wir würden das stabile
Regionalbankenwesen und den Mittelstand vor unlösbare Probleme
stellen. Wir arbeiten auf Deutsch, unsere Kunden denken deutsch",
sagte Fahrenschon.
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Datum: 04.03.2014 - 00:00 Uhr
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