RNZ: Botschaft - Kommentar zu Putin/Krim
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klingen. Natürlich wolle er keinen Krieg in der Ukraine, säuselt
Wladimir Putin. Deshalb hat er sich ja für die Invasion, die er nicht
will und die er nicht für notwendig hält - "bislang", wohlgemerkt -
schon einen Freibrief vom Parlament abgeholt. Dass aus Putins Sicht
der Umsturz in Kiew illegal war, kann dafür nicht als Rechtfertigung
herhalten. Und auch die angebliche Lebensgefahr für russische Bürger
auf der Krim ist derzeit wahrlich nicht zu erkennen. Zumal Russland
seit Tagen im Eiltempo Pässe ausgibt, um jene Bürger zu schaffen, die
es zu schützen vorgibt. Wer will da schon an die Unabhängigkeit der
offenbar ziemlich gut organisierten Incognito-Soldaten glauben? Die
Botschaft der russischen Muskelspiele inclusive Großmanöver und
Truppenverstärkung ist ohnehin angekommen. Deshalb kann Putin nun zur
Abwechslung dem Westen ein klein wenig Entgegenkommen signalisieren.
Denn der hat dem geostrategischen Anspruch auf die Krim, den der
Kreml bedingungslos demonstriert hat, wenig entgegenzusetzen. Die
wirtschaftlichen Folgen einer Sanktionsspirale sind kaum abzusehen.
Und militärisch kann erst recht niemandem an einer Konfrontation
gelegen sein. Die Gefahr einer ungewollten Eskalation ist schon groß
genug.
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Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011
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Datum: 04.03.2014 - 21:03 Uhr
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