Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu RTL
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Das hat sich geändert. Das Fernsehen erhält starke Konkurrenz. Nur
noch ein Teil der Zuschauer zappt, wenn das Programm langweilig wird,
auf den nächsten oder übernächsten Kanal. Immer mehr schnappen sich
stattdessen ihr Smartphone oder ihr Tablet und spielen oder
kommunizieren bei Facebook & Co. mit Gleichgesinnten. Kann sein, dass
der Fernseher nebenbei weiter läuft; vielleicht wechselt er aber auch
die Funktion und wird für den Rest des Abends zum
Computer-Bildschirm. RTL wie auch andere Fernsehsender stellen sich
darauf ein. Sie bieten zum normalen Programm Chats, in denen sich die
Zuschauer und Hörer - von Journalisten moderiert - austauschen. Der
Weg ist richtig, auch wenn der Erfolg nicht garantiert ist. Am Ende
wird sich - hoffentlich - Qualität durchsetzen. Für Bertelsmann
bedeutet das: Der Konzern kann nicht mehr wie früher davon ausgehen,
dass die Luxemburger schon die eigene Bilanz vergolden werden. RTL
benötigt einen Teil des Gewinns selbst, um smart zu sein und sich
seinen Platz in der digitalen Medienwelt zu sichern.
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Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
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Datum: 06.03.2014 - 20:30 Uhr
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