Neue OZ: Interview mit dem Unheilig-Sänger Der Graf
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Unheilig-Sänger sieht in Santiano, The Baseballs, Oceana und
Elaiza starke Konkurrenz - "Wir werden uns nicht verdrehen"
Osnabrück.- Der Graf, Frontmann der Popband Unheilig, sieht sich
für den deutschen ESC-Vorentscheid "Unser Song für Dänemark" an
diesem Donnerstag nicht als Favorit. "Oh bitte nicht! Den Favoriten
geht es oft so: Entweder denken die Leute, für den brauche ich nicht
anzurufen, weil der sowieso gewinnt", sagte der Musiker in einem
Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). "Oder
diejenigen, die einen gar nicht mögen, rufen extra für einen anderen
an."
Außerdem gebe es "sehr starke Konkurrenz", so der Graf. "Santiano
hat schon eine Million Platten verkauft. The Baseballs gibt es schon
lange, die haben viele Fans auch im Ausland. Und Oceana hat vor zwei
Jahren den Wahnsinns-WM-Hit gehabt." Den Wild-Card-Gewinner, die Band
Elaiza, müsse man ebenfalls auf der Rechnung haben, sagte der
Aachener. "Sie spielen typische handgemachte ESC-Songs, drei ganz
liebe und hübsche Mädels. Und zu ihnen passt das Bild des Underdogs,
der plötzlich an allen Großen vorbeiziehen kann."
Seine Show werde er für den Eurovision Song Contest nicht
verändern, sagte der Graf weiter. "Wir werden uns jetzt nicht extra
für den ESC verdrehen. Sechs Leute dürfen laut Reglement auf der
Bühne stehen. Wir werden zwei zusätzliche Chorsänger dabei haben, die
den Refrain mitsingen, ansonsten treten wir mit der ganz normalen
Band auf. Es gab niemals irgendwelche Tänzerinnen oder Tänzer bei
Unheilig, auch keine bunten und schrillen Dinge."
Der ESC, vormals Grand Prix de la Chanson d' Eurovision, begleite
ihn schon sein ganzes Leben lang, sagte der Unheilig-Sänger. "Früher
saß die ganze Familie gebannt vor dem Fernseher und auf dem Tisch
stand der Käseigel. Später, nachdem ich zuhause ausgezogen war, haben
wir mit Freunden jedes Jahr eine Grand-Prix-Party gefeiert und dazu
Würstchen gegrillt." Schon als kleiner Junge habe er den Wunsch
gehabt, beim größten Musikwettbewerb der Welt aufzutreten: "Ich
träumte von der großen Bühne, von den Fahnen für Europa und daran,
einmal das eigene Land als musikalischer Repräsentant zu vertreten."
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Datum: 12.03.2014 - 10:49 Uhr
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