Tierrechtler fordern mehr Tierschutz in der EU
ID: 103662
Tierrechtler fordern mehr Tierschutz in der EU
Die neu gewählten EU-Parlamentarier sollen sich für eine Forschung ohne Tierversuche und eine humane und moderne Wissenschaf
Die ECEAE, Europas führender Zusammenschuss von 17 Tierschutzorganisationen, forderte die Abgeordneten auf, die Meinung der EU-Bürger zu respektieren und sich in ihrer 5-jährigen Regierungszeit für eine endgültige Abschaffung von Tierversuchen einzusetzen. Eine repräsentative Umfrage der ECEAE vom Frühjahr hatte im Vorfeld ergeben, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung Tierversuche ablehnt und sich entschieden gegen Experimente ausspricht, bei denen Tieren starken Schmerzen und Leiden zugefügt werden.
Dennoch stimmten die Europaparlamentarier am 5. Mai diesen Jahres mehrheitlich für gravierende Verschlechterungen in der Neufassung der EU-Tierversuchsrichtlinie und erteilten damit den Verbesserungsvorschlägen der EU-Kommission eine Absage. Unter anderem lehnten sie ein Verbot für besonders schmerzhafte Tierversuche und eine bessere Prüfung von Tierversuchsanträgen ab.
Mehr als 12 Millionen Tiere wie Affen, Hunde, Katzen, Kaninchen, Mäuse und Fische werden jedes Jahr in den Laboren der EU in Tierversuchen eingesetzt und getötet.
"Die Novellierung der EU-Tierversuchsrichtlinie bietet eine einzigartige Chance, das Leid von Millionen Tieren zu beenden. Wir erwarten von dem neu gewählten EU-Parlament, dass es sich für seine Bürger einsetzt und nicht vor den Lobbyinteressen der Industrie einknickt", so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. "Dazu gehört der Beginn des Ausstiegs aus dem Tierversuch, bessere Tierschutzstandards und insgesamt mehr Transparenz."
Umfrage
Anlässlich der Novellierung der EU-Tierversuchsrichtlinie hatte die ECEAE eine repräsentative Umfrage in sechs Mitgliedstaaten in Auftrag gegeben. 7139 Erwachsene wurden vom 24. Februar bis 4. März 2009 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, der Tschechischen Republik und Schweden befragt. Die Teilnehmerzahl wurde anhand der Bevölkerungszahl des jeweiligen Landes berechnet und ist repräsentativ für das jeweilige Land.
EU-Richtlinie 86/609
Die EU-Richtlinie 86/609 setzt Mindeststandards für Tierversuche und entscheidet damit über Leben und Tod von Millionen von Tieren in der EU. Sie stammt aus dem Jahr 1986 und bedarf dringender Überarbeitung. Anfang Mai stimmte das EU-Parlament in erster Lesung über Änderungen der EU-Tierversuchsrichtlinie ab. Vorausgegangen war ein Entwurf der EU-Kommission, der gegenüber der bislang geltenden Richtlinie eine deutliche Verbesserung darstellte. Zu diesem Entwurf hatte jedoch bereits der Agrarausschuss des EU-Parlaments tierschutzfeindliche Beschluss-Empfehlungen abgegeben.
Kontakt:
Pressestelle - Stephanie Elsner, Tel.: 05237 - 2319790, E-Mail: elsner@tierrechte.de
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich auf rechtlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung und Umsetzung elementarer Tierrechte ein. Als Dachverband sind ihm etwa 100 Vereine sowie persönliche Fördermitglieder angeschlossen. Seit seiner Gründung ist er als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 16.07.2009 - 13:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 103662
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 318 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Tierrechtler fordern mehr Tierschutz in der EU"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Menschen für Tierrechte (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
herzliche Einladung zum Veganbrunch mit Referat: "Massentierhaltung in Afrika Bedrohung für Mensch, Tier und Umwelt durch Landgrabbing, Gentechnik und Fleischproduktion" 16. Oktober - von 10:00 - 16:00 Uhr 66117 Saarbrücken Gustav-Adolf-Haus, Gärtnerstr. 2, Das Buffet kann selb
Tierschutz-Forschungspreis: Rheinland-Pfalz zeichnet künstliches Darmmodell aus ...
Umweltministerin Ulrike Höfken verleiht heute der Forschergruppe Dr. Eva-Maria Collnot, Fransisca Leonard und Professor Dr. Claus-Michael Lehr vom Institut für Biopharmazie und Pharmazeutische Industrie der Universität des Saarlandes (Saarbrücken) den Preis der Landesregierung zur Erforschung
Weitere Mitteilungen von Menschen für Tierrechte
Bundesminister Steinmeier verurteilt Ermordung russischer Menschenrechtsaktivistin ...
> Eine führende Mitarbeiterin des Büros der russischen Nichtregierungsorganisation "Memorial" im Nordkaukasus, Natalia Estemirowa, ist heute (15.07.) in Grosny (Tschetschenien) von Unbekannten verschleppt und tot in der russischen Nachbarrepublik Inguschetien aufgefunden worden. Bun
MÜCKE: Lage im Osten ist dramatisch: Tiefensee hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden ...
> BERLIN. Zur Einschätzung des DGB, das Verarmungsrisiko im Osten sei doppelt so hoch wie im Westen, erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion Jan MÜCKE: Die Zahlen des DGB zeigen, wie dramatisch die Lage im Osten ist. Wenn inzwischen 28 Prozent der ostdeuts
NIEBEL-Interview für ?NDR info? ...
> Berlin. Zur Diskussion um die Wahl von DR. SILVANA KOCH-MEHRIN zur Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments gab FDP-Generalsekretär DIRK NIEBEL dem "NDR info" heute morgen das folgende Interview. Die Fragen stellte SVEN HASENCLEVER: Frage: Hat da jemand eine Lektion bekomme
KOPP: BGH-Urteil deckt Wettbewerbsdefizite im Gasmarkt auf ...
> BERLIN. Zum BGH-Urteil, wonach Klauseln in Verträgen der Energieversorger unwirksam sind, wenn sie nur das Recht zur Anhebung der Preise enthalten, aber keine Pflicht zur Preissenkung bei fallenden Bezugskosten, erklärt die energiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Gudrun KOPP:




