100 Tage Große Koalition: Note 4 von der jungen Wirtschaft / Kritik an Mindestlohn, Rente und fehlender Generationengerechtigkeit
ID: 1037918
die junge Wirtschaft mit der Arbeit der Bundesregierung nicht
zufrieden. In einer Umfrage unter rund 1000 Wirtschaftsjunioren
erhielt die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung die Note 4. "Als
Lehrer würde man wohl sagen, dass es noch Entwicklungspotenzial
gibt", sagt Christian Wewezow, Bundesvorsitzender der
Wirtschaftsjunioren Deutschland. "Und darauf setzen auch wir als
junge Wirtschaft." Nur 8% der Teilnehmer gaben der Bundesregierung
die Note gut, 36% bewerteten sie immerhin mit befriedigend. 21%
entfielen auf die Note ausreichend, 21% auf mangelhaft und 14% auf
ungenügend. Ein "Sehr gut" wurde gar nicht vergeben.
Negativ zu Buche schlagen nach Einschätzung des Bundesvorsitzenden
vor allem der Mindestlohn und die Rente mit 63. "Mit dem Mindestlohn
und der Rente mit 63 hat die Große Koalition zwei Projekte gestartet,
die nicht nur der Wirtschaft, sondern unserem Land und vor allem der
nächsten Generation schaden", betont Wewezow. "Eine
generationengerechte Politik, die unsere Gesellschaft auf den
demografischen Wandel vorbereitet, sieht anderes aus." Um gegen die
Rente mit 63 zu protestieren, haben die Wirtschaftsjunioren unter dem
Motto "Uns reicht's!" bereits eine deutschlandweite Aktion gestartet,
mit der sie eine generationengerechte Politik fordern. Allerdings
gibt es auch Punkte, die die Wirtschaftsjunioren positiv bewerten.
"Dass die Energiewende und die Netzpolitik auf der politischen Agenda
ganz weit oben stehen, ist ein gutes Signal für uns als junge
Wirtschaft", sagt Wewezow. "Und auch bei der Familienpolitik sehen
wir mit dem ElterngeldPlus einen guten Ansatz, um die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie weiter zu verbessern."
Weitere Informationen zu der Aktion "Uns reicht's! Wir fordern
Generationengerechtigkeit" gibt es unter www.wjd.de und
www.facebook.com/wirtschaftsjunioren.
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit mehr als
10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den
größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter
40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro
Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000
Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland
Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber
International (JCI).
Pressekontakt:
Corinna Trips
Pressesprecherin
Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V.
Breite Straße 29, 10178 Berlin
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Datum: 26.03.2014 - 10:07 Uhr
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