Kölner Stadt-Anzeiger: Nach Rücktritt Tebartz-van Elsts:
Essener Bischof Overbeck warnt vor Schuldzuweisungen
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"angemessene Form der Verabschiedung" ermöglichen. Rösch: kein Anlass
zur Häme
Nach dem Amtsverzicht des Limburger Bischofs Franz-Peter
Tebartz-van Elst warnt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck dem
"Kölner Stadt-Anzeiger" vor Schuldzuweisungen. "Ich hoffe nun, dass
alle ihren Beitrag zur Befriedung und zum Neuanfang leisten", sagte
Overbeck mit Blick auf Vorwürfe einer "Hetzjagd" gegen Tebartz-van
Elst. Die in Limburg entstandenen Probleme hätten wesentlich mit dem
Verlust von Vertrauen und mangelnder Transparenz zu tun, so Overbeck
weiter. "Beides hängt miteinander zusammen." Alles kirchliche Agieren
müsse der wechselseitigen Logik von Vertrauen und Transparenz
entsprechen. "Nur so können wir als Kirche glaubwürdig sein. Wir
müssen auch prüfen, ob unsere Strukturen hier in allem adäquat und
zeitgemäß sind." Zu Tebartz' Ablösung sagte der Essener Bischof,
Papst Franziskus habe sich "an das von ihm vorgegebene Procedere
gehalten, das nicht zuletzt auf Bischof Tebartz-van Elst zurückgeht,
nämlich die Vorgänge rund um den Bau der Bischofsresidenz prüfen zu
lassen." Intern hatte Overbeck bereits 2013 gewarnt, dass der
Konflikt um die Amtsführung des Limburger Bischofs kein gutes Ende
nehmen werde. Der bisherige Interimsverwalter des Bistums, Wolfgang
Rösch, unterstrich derweil die Bereitschaft, Tebartz eine
"angemessene Form der Verabschiedung zu ermöglichen". Für Häme gebe
es keinen Anlass, sagte Rösch dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Vielmehr
nehme er "dankbar und mit großem Respekt" zur Kenntnis, dass Tebartz
durch sein Rücktrittsangebot dem Papst die Entscheidung über eine
etwaige Absetzung abgenommen habe.
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Datum: 27.03.2014 - 01:00 Uhr
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