Südwest Presse: Kommentar zum Ökostrom

Südwest Presse: Kommentar zum Ökostrom

ID: 1041934
(ots) - Was für eine Einigkeit. Monatelang tobte der Streit,
wie das Explodieren der Umlage für Ökostrom gestoppt werden kann.
Insbesondere die 16 Bundesländer stritten heftig untereinander. Am
liebsten wäre jedes beim Ökostrom demnächst autark und würde seinen
lieben Nachbarn noch jede Menge teure Energie liefern. Dass das kein
sinnvolles Konzept für ganz Deutschland sein kann, war jedem klar.
Doch keiner wollte klein beigeben. In letzter Minute ist doch noch
ein Kompromiss gelungen, wenige Tage bevor das Bundeskabinett den
Gesetzesentwurf auf den parlamentarischen Weg bringt. Warum nicht
gleich so, fragt sich der staunende Beobachter. Wirtschaftsminister
Sigmar Gabriel hat es geschafft, viele widerstrebende Interessen
unter einen Hut zu bekommen, auch wenn nicht alles wirklich sinnvoll
klingt. Etwa dass im windarmen Baden-Württemberg unbedingt mehr
Windräder gebaut werden sollen, weil sie der grüne Ministerpräsident
will. Im Norden weht nun einmal mehr Wind. Für die Verbraucher wie
für die Wirtschaft wäre es höchst erfreulich, wenn Gabriel mit seinem
Versprechen recht behalten würde, dass die EEG-Umlage für Ökostrom
bis 2017 nicht weiter steigt und danach nur mäßig. Eine Senkung, so
schön sie wäre, ist unrealistisch. Dazu wurden in den vergangenen
Jahren zu gewaltige Ansprüche von Anlagenbetreibern aufgehäuft.
Wirklich feiern sollten wir Gabriel erst, wenn die Umlage tatsächlich
unverändert bleibt. Zudem stehen noch weitere Herkulesaufgaben vor
ihm, etwa der Netzausbau. Auch da kocht jeder Ministerpräsident sein
eigenes Süppchen, wie Bayern beweist.



Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Westfalenpost: Schimpfwort Energiewende / Kommentar von Martin Korte zum Energiegipfel von Bund und Ländern BERLINER MORGENPOST: Die Erfolge der anderen/ Ein Leitartikel von Heike Dietrich
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.04.2014 - 20:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1041934
Anzahl Zeichen: 1852

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Ulm



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 182 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar zum Ökostrom"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Südwest Presse (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Weitere Mitteilungen von Südwest Presse


Westfalenpost: Schimpfwort Energiewende / Kommentar von Martin Korte zum Energiegipfel von Bund und Ländern ...
Wohl dem, der eine starke Lobby hat. Die energieintensive Industrie dürfte ganz zufrieden sein mit dem Ergebnis des sogenannten Energiegipfels. Rabatte sind ihr in vielen Fällen sicher. Die Bundesländer haben ebenfalls ihr Räppelchen bekommen: Der Norden darf weiterhin seine Windräder in de

Westfalenpost: Das Streikrecht darf nicht eingeschränkt werden / Kommentar von Rolf Hansmann über den Piloten-Streik bei der Lufthansa ...
Natürlich ist es für betroffene Passagiere ärgerlich, wenn ihr Lufthansa-Flug wegen streikender Piloten annulliert wird. Oder wenn die Kranich-Linie in dem hart umkämpften Markt in punkto Finanzen und Image kräftig Federn lassen muss. Dennoch ist es nicht angebracht, eine Neid-Debatte über

Mittelbayerische Zeitung: Der Tarifstreit war kurz, aber schmerzvoll - Der rasche Abschluss imöffentlichen Dienst verhindert weitere Streiks, doch er wird für die Kommunen teuer. Von Reinhard Zweigl ...
Es geht doch. Nach der Devise: lieber kurz und heftig als quälend und lange, haben sich die Tarifpartner von Bund und Kommunen auf einen Abschluss geeinigt. Es war die kürzeste Tarifrunde seit 25 Jahren. Und dies ist wohl vor allem ein Verdienst der beiden unaufgeregten Verhandlungsführer, vo

WAZ: Weil Energie nicht arm machen darf - Kommentar von Jürgen Polzin ...
Die Abwrackprämie schlich sich vor fünf Jahren in unseren Sprachgebrauch. Damals, als die Finanzkrise begann, spendierte die Bundesregierung 2500 Euro für jede Verschrottung eines alten Autos. Rein ökonomischer Natur war der Zweck dieser Prämie, es galt, die Automobilbranche zu päppeln. Das


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z