Neue OZ: Gespräch mit Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages.
ID: 1041978
durch Energiekompromiss
Präsident Schweitzer rechnet mit Abwanderung von Unternehmen -
"Das kostet Arbeitsplätze"
Osnabrück.- Die deutsche Wirtschaft rechnet durch den
Bund-Länder-Kompromiss beim neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
mit Mehrkosten von mindestens 500 Millionen Euro spätestens ab dem
Jahr 2020. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(Donnerstag) kritisierte der Präsident des Deutschen Industrie- und
Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, die ohnehin nur moderaten
Ansätze des Wirtschaftsministeriums zur Senkung der Energiekosten
seien aufgeweicht worden. Ohne grundlegende Überarbeitung des
Fördersystems und ohne Integration von erneuerbaren Energien in den
Markt würden die Kosten der Energiewende weiter aus dem Ruder laufen,
sagte Schweitzer voraus.
Schwerwiegende Konsequenzen seien vor allem für solche
energieintensiven Unternehmen zu erwarten, die künftig keine
Entlastungen mehr erhielten. Sie müssten mit einer Verdoppelung ihrer
Stromkosten im Jahr 2015 rechnen, betonte der DIHK-Präsident. "Das
geht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit und wird am Ende auch
Arbeitsplätze kosten", erklärte er. Die hohen Energiepreise sind nach
Angaben von Schweitzer mittlerweile für zwölf Prozent der Unternehmen
ein Grund im Ausland zu investieren. 2011 seien es nur neun Prozent
gewesen.
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Datum: 03.04.2014 - 05:00 Uhr
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