Südwest Presse: KOMMENTAR · LANDES-CDU
ID: 1043113
Die innerparteiliche Ruhe, die sich die CDU-Landtagsfraktion mit
ihrem hart ausgefochtenen Kompromiss über Fraktionsspitze und
Spitzenkandidatur versprochen hatte, ist nicht eingetreten. Vielmehr
ist die Diskussion, in welcher Konstellation die Christdemokraten in
die Landtagswahl 2016 ziehen wollen, voll ausgebrochen und überdeckt
alle Anläufe, wieder mit Sachpolitik zu punkten. Es besteht also
Handlungsbedarf für den Landesvorsitzenden Thomas Strobl. Zumal er
als potenzieller Spitzenkandidat neben Landtagspräsident Guido Wolf
selbst Teil der Debatte ist. Nur Strobl kann jetzt innerparteiliche
Klarheit schaffen. Er muss sich zum Einen festlegen, dass er nicht
nur vage einen Anspruch auf das Spitzenamt reklamiert, sondern dass
er diesen Anspruch tatsächlich geltend macht. Und er muss zum Anderen
dazu erklären, dass er so oder so Stuttgart künftig zu seiner
politischen Bühne machen wird. Also ob und wo er als potenzieller
Ministerpräsident für den nächsten baden-württembergischen Landtag
kandidieren will. Denn die Röttgen-Nummer - mal ein bisschen an der
Landesliga schnuppern, im Fall des ungünstigen Verlaufs aber einen
Hinterausgang nach Berlin offenhalten - die läuft nicht mehr in der
CDU. Springt Strobl jetzt nicht, ist das ein Zeichen, dass er selbst
nicht recht an seine Siegchance glaubt. So oder so dürften sich die
Dinge in der CDU rascher klären, als es den Parteistrategen
vorschwebte.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 04.04.2014 - 19:21 Uhr
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