Schwäbische Zeitung: Kommentar - Notbremse der Länder
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sich auf ihrem Parteitag für eine gentechnik-freie Landwirtschaft
aus, die CSU ist schon lange dafür, SPD und Grüne ohnehin - und was
passiert? Die Bundesregierung enthält sich in Brüssel, statt mit Nein
zu stimmen, und macht damit den Weg frei für den Genmais 1507. Mag es
nun am geplanten Freihandelsabkommen, an der aktiven Gentech-Lobby
oder an beidem liegen - solch ein Vorgehen ist nicht richtig. Der
Bundesrat kann jetzt nur noch eine Art Notbremse ziehen. 88 Prozent
der Deutschen und auch eine Mehrheit der Europäer wollen kein
Gen-Essen auf ihren Tellern. Und es geht nicht darum, dass dies alles
Angsthasen wären, die nicht aufgeschlossen gegenüber neuen
Technologien sind. Es sind ganz einfach Verbraucher, die das Recht
haben, sich für oder gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel zu
entscheiden. Das Tröstliche ist: Gegen eine solch große Mehrheit, das
hat sich in der Vergangenheit bereits gezeigt, konnte sich auf Dauer
keine Kernenergie und auch kein Fracking durchsetzen. Solange der
Begriff gentechnik-frei eine gute Werbung bleibt, solange kann man
weiterhin auf gentechnik-freie Felder hoffen.
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Datum: 11.04.2014 - 20:30 Uhr
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