3sat-Preis an Susanne Kennedy verliehen / Auszeichnung für "Fegefeuer in Ingolstadt" beim Theatertreffen Berlin / "Genau diese künstlerische Innovationskraft soll gefördert werden" / Sendetermin 10.5.
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Kennedy im Rahmen einer öffentlichen Aufführung des Theatertreffens
Berlin für ihre Inszenierung von Marieluise Fleißers "Fegefeuer in
Ingolstadt" an den Münchner Kammerspielen mit dem 3sat-Preis
ausgezeichnet worden. "Susanne Kennedy steht für eine junge
Generation von Theatermachern, die stark von anderen Medien wie Film
und bildender Kunst beeinflusst sind und radikale, konsequente Wege
in ihrer Arbeit gehen", so die 3sat-Koordinatorin Dinesh Kumari
Chenchanna bei der Verleihung in Berlin. "Es ist genau diese
künstlerische Innovationskraft, die mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet
und gefördert werden soll, um das Theater für die multi-medial
geprägte, medien-affine Generation attraktiv zu machen." 3sat vergibt
die Auszeichnung an eine oder mehrere Künstlerinnen und Künstler aus
dem Kreis der zum Theatertreffen eingeladenen Ensembles für eine
richtungsweisende künstlerisch-innovative Leistung. Der 3sat-Preis
ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Jury gehörten Christoph Leibold,
Theaterkritiker und Mitglied der Theatertreffen-Jury, Yvonne
Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens, und Wolfgang Horn,
Redakteur bei 3sat, an.
Das meinen die Jury-Mitglieder zu "Fegefeuer in Ingolstadt": "In
seiner Konsequenz ist der Abend bestechend. Wie Schaufensterpuppen
stehen die Figuren auf der Bühne. Die Körper sind starr, bewegen sich
mechanisch. Neonhell ausgeleuchtet ist der karge Raum: Ein Tisch zwei
Stühle, ein Kreuz an der Wand. Hier herrscht Enge, räumlich und vor
allem im Kopf. Eine kühle Installation von kleinbürgerlicher Enge und
religiösem Wahn, die mit ihren verstörend schönen Bildern lange
nachwirkt. Ein Schaukasten der Grausamkeiten."
Marieluise Fleißers Drama "Fegefeuer in Ingolstadt" von 1924,
sprachlich ebenso archaisch wie poetisch, wird nur selten gespielt,
doch in der Inszenierung der jungen Regisseurin Susanne Kennedy zeigt
sich, wie allgemeingültig die Geschichte vom Erwachsenwerden in der
Provinz doch ist. Besonders ist auch, dass der Text vollständig aus
dem Off eingespielt wird, die Schauspieler bewegen ihre Lippen
synchron.
Als Medienpartner des Theatertreffens der Berliner Festspiele
zeigt 3sat in diesem Jahr drei "Starke Stücke". Zwei dieser
Sendeterminen stehen noch aus:
Samstag, 10. Mai, 20.15 Uhr
Fegefeuer in Ingolstadt
(Münchner Kammerspiele) von Marieluise Fleißer
Regie: Susanne Kennedy, (3sat-Preisträgerin)
Samstag, 17. Mai, 20.15 Uhr
Onkel Wanja (Schauspiel Stuttgart) von Anton Tschechow
Regie: Robert Borgmann
Hinweis für Journalisten: Hier finden Sie Informationen zu allen
drei "Starken Stücken" in 3sat: https://pressetreff.3sat.de/start/art
ikel/starke-stuecke-vom-51-theatertreffen-berlin/
Ein Foto von der Preisverleihung finden Sie unter:
http://pressefoto.zdf.de/presse/3satpreis2014
Pressekontakt:
Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3sat
Pepe Bernhard
+49 (0) 6131 - 701 6261
presse@3sat.de
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Datum: 08.05.2014 - 12:38 Uhr
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