Deutsche Bauwirtschaft zum Zahlungsverzug: Gesetzentwurf zügig verabschieden!
ID: 1057045
beratene Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im
Geschäftsverkehr stellt gegenüber den Entwürfen der vergangenen
Legislaturperiode eine deutliche Verbesserung dar und wird dem
Anliegen der rund 70.000 Bauunternehmen in Deutschland gerecht, zügig
ihre Rechnungen bezahlt zu bekommen." Diese Auffassung vertreten die
Präsidenten der beiden Bauspitzenverbände, Hauptverband der Deutschen
Bauindustrie und Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Prof. Thomas
Bauer und Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein.
Denn nach wie vor sind Zahlungsausfälle und die damit verbundenen
Liquiditätsengpässe Insolvenzgrund Nummer eins für Bauunternehmen.
Insofern setzt der vorgelegte Gesetzentwurf die richtigen Akzente:
Grundsätzlich sind Zahlungsfristen von mehr als 30 Tagen und
Abnahmefristen von mehr als 15 Tagen unwirksam.
"Wir haben den Eindruck, dass die Große Koalition die Lage der
Branche verstanden hat: Bauunternehmen warten noch immer zu lange auf
ihr Geld, obwohl sie vorleistungspflichtig sind und ihre
Beschäftigten und Lieferanten bezahlen müssen, bevor sie Geld vom
Auftraggeber sehen. Diese Situation kann sich wesentlich verbessern,
wenn der vorgelegte Gesetzentwurf zügig vom Parlament verabschiedet
wird." So die beiden Präsidenten Bauer und Loewenstein.
Wichtig ist auch, dass Abnahme- und Zahlungsfrist nach der
Systematik des Gesetzentwurfs zum selben Zeitpunkt beginnen und
deshalb nicht kumuliert werden können. Die Abnahmefrist geht hiernach
stets in der Zahlungsfrist auf. Ein Beispiel: Hat sich der
Auftraggeber 15 Tage bis zur Durchführung der Abnahme ausbedungen,
stehen ihm nach Durchführung der Abnahme nur noch weitere 15 Tage bis
zur Zahlung zur Verfügung. Die maximal 30-tägige Zahlungsfrist
beginnt eben nicht erst nach Ablauf der Abnahmefrist.
"90 % der Zahlungen am Bau laufen über Abschläge. Hier ist der
wichtigste Punkt, an dem nachgebessert werden muss. Wir fordern eine
Sonderregelung für Abschlagszahlungen nach dem Vorbild der VOB/B,
wonach diese 21 Tage nach Rechnungsstellung fällig werden." So
ZDB-Präsident Loewenstein weiter.
"Der jetzt vorgelegte Entwurf schafft Klarheit bei den
Zahlungsfristen und setzt damit die Ziele der Richtlinie positiv um.
Die Bauwirtschaft erwartet nun eine zügige Verabschiedung des
Gesetzes durch den deutschen Bundestag." Erklärte HDB-Präsident Bauer
abschließend.
Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann / Dr. Ilona Klein
Tel: 030 - 21286 140 / 030 - 20314-408
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de / presse@zdb.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.05.2014 - 11:29 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1057045
Anzahl Zeichen: 2929
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Bau & Immobilien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 211 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Deutsche Bauwirtschaft zum Zahlungsverzug: Gesetzentwurf zügig verabschieden!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
"Die Bauunternehmen haben die gute Witterung im November 2020 genutzt, um ihre Auftragsbestände abzuarbeiten. Der Umsatz lag deutlich über dem schon hohen Vorjahresniveau und erreichte damit den höchsten gesamtdeutschen November-Wert." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsf
BAUINDUSTRIE zur Konjunktur 2020: Die Bauwirtschaft erweist sich als Stütze der Gesamtwirtschaft ...
"Ohne die Bauwirtschaft wäre die Gesamtwirtschaft 2020 ungefähr so stark eingebrochen wie zur Finanz- und Wirtschaftskrise 2009." Mit diesen Worten kommentierte der Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Lorenz, die Veröffentlichung der vorläufigen
Corona: Mit Prävention weiter gemeinsam durch die Pandemie ...
Die drei Tarifvertragsparteien, der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) haben ergänzende umfangreiche Präventionsmaßnahmen vereinbart, um die Baubeschäftigten angesichts der sich zuspitzenden C
Weitere Mitteilungen von Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Steuerplus für Gebäudemodernisierung nutzen / geea fordert neuen Anlauf für steuerliche Begünstigung von energiesparenden Sanierungen ...
Angesichts hoher Steuereinnahmen appelliert die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) in einem offenen Brief an die Bundesregierung, einen Teil der Mehreinnahmen für die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudemodernisierung einzusetzen. Die steuerliche Abschreibung wäre eine
Modernes Kurmittelhaus als Zentrum für die Gesundheit - pbr AG plant Neubau des SoleVital in Bad Laer ...
Seit einigen Monaten sind die Arbeiten für den Neubau des SoleVitals in Bad Laer in vollem Gange. Während der Kur- und Badbetrieb im bestehenden SoleVital wei-tergeht, dokumentiert draußen eine Webcam für die Besucher der Webseite der Gemeinde Bad Laer den aktuellen Fortschritt der Bauarbeiten.
Klarer Durchblick bei Mischinstallation! ...
Die Erfolgs-Workshops ?Klarer Durchblick bei Mischinstallationen? der gemeinsamen Initiative von DOYMA, Düker, FRÄNKISCHE und geba Bartholomäus werden auch in diesem Jahr fortgesetzt: brandheiße Themen werden präsentiert, die im Fokus vieler Fachdiskussionen von Architekten, TGA-Planern und In
Studie: Gegenwärtige Förderpolitik geht an effizientem Klimaschutz vorbei / Modernisierungskompass von Zukunft Erdgas benennt Defizite der Förderpolitik und zeigt wirtschaftliche Sanierungsoptionen ...
Die gegenwärtige Förderpolitik für Gebäudeenergieeffizienz orientiert sich zu wenig an der Klimaeffizienz, so das Ergebnis der Studie "Modernisierungskompass" des Instituts für technische Gebäudeausrüstung (iTG) im Auftrag von Zukunft Erdgas. Demnach fördern die staatlichen Pro




