Schwäbische Zeitung: Verdienstvoll - Kommentar
ID: 1057493
Guido Westerwelle als "Plage" beschimpft, haben sich der DGB und
seine Mitgliedsgewerkschaften mittlerweile zum festen Bestandteil der
erfolgreichen Krisenbewältigung entwickelt. Es waren vor allem
moderate Lohnforderungen, die dazu beitrugen, dass es Deutschland
heute wirtschaftlich gut geht. Der Einfluss, den sich die
Gewerkschaften dadurch sicherten, wurde zuletzt deutlich sichtbar,
als mit dem Mindestlohn eines ihrer Kernanliegen beschlossen wurde.
Das alles ist auch ein Verdienst des pragmatischen Michael Sommer,
der nun als DGB-Chef aufhört.
Doch es droht auch Gefahr. Kleine Standesvertretungen wie die
Pilotenvereinigung Cockpit spielen durch überzogene Forderungen und
überharte Streiks mit dem Ansehen der Arbeitnehmervertretungen, ihr
Verhalten droht die Gewerkschaften generell zu beschädigen. Klar ist:
Deutliche Lohnerhöhungen sind nach dem Verzicht der Krisenjahre
sinnvoll und überfällig. Doch der DGB sollte es nicht den
egoistischen Spartengewerkschaften gleichtun. Nur durch Maß und Mitte
wird er dauerhaft einflussreicher Gestalter der Arbeitswelt bleiben.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.05.2014 - 19:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1057493
Anzahl Zeichen: 1421
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ravensburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 220 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Verdienstvoll - Kommentar"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Mitteldeutsche Zeitung: zu Bestattungen ...
Es gibt keine wirklichen Argumente für den Friedhofszwang für Urnen. Außer finanzielle Interessen der Kommunen, der christlichen Kirchen und - mit Abstrichen - der Bestatter. Findige unter diesen haben den Friedhofszwang längst als Marktlücke entdeckt - und bieten etwa Einäscherungen in
Mitteldeutsche Zeitung: zu Linken-Parteitag ...
Allerdings gehen der Linken in dem Maße die Themen aus, in dem die Große Koalition soziale Geschenke verteilt. Es ist zwar richtig, dass der Mindestlohn ohne Gysi und Co. nicht eingeführt werden würde. Wähler honorieren aber keine Verdienste, sondern fragen nach der Zukunft. Mit ihrem N
Mitteldeutsche Zeitung: zu FDP-Parteitag ...
Zu allem Überfluss liegt die rechtskonservative Neugründung Alternative für Deutschland konstant vor den Liberalen. Ob dieser demoskopische Erfolg noch dahinschmilzt, weil die Ukraine-Krise dem Wahlkampf ein todernstes Thema beschert? Darauf können die Liberalen jedenfalls sich nicht verlass
Berliner Zeitung: Zum FDP-Parteitag: ...
Anders die FDP. Sie braucht es, gebraucht zu werden. Ihre Anhänger wollen ihre Interessen vertreten sehen, nicht bloß ihre Gesinnung verlautsprechert. Deshalb geht die Krise der Partei tiefer als Schuldzuweisungen an frühere Parteichefs und Spitzenkandidaten, die gebetsmühlenartige Berufung




