FZ: Armes reiches Deutschland
Kommentar der "Fuldaer Zeitung" zum Kindergeld für EU-Ausländer
ID: 1058115
Weil der hohe Europäische Gerichtshof, der in vielen Fragen mehr
Macht über uns hat als der Bundestag oder das
Bundesverfassungsgericht, es so will, muss Deutschland hier wohnenden
EU-Ausländern Kindergeld zahlen, selbst wenn diese Kinder noch nie
ihre Heimat verlassen haben und irgendwo bei ihrer Mutter in Polen
oder Bulgarien leben. Den deutschen Steuerzahler kostet diese Art von
"Entwicklungshilfe" jedes Jahr 200 Millionen Euro - und solange den
Empfängern kein Missbrauch von Sozialleistungen nachgewiesen werden
kann, können wir nichts dagegen tun, dass immer mehr Wanderarbeiter
in deutschen Ämtern für ihre daheimgebliebenen Familienmitglieder
Kindergeld beantragen.
Damit das klar ist: Wer als Ausländer in Deutschland arbeitet,
Steuern bezahlt und die Pflichten eines jeden Staatsbürgers hat, der
muss auch entsprechende Rechte haben. Wenn es um Sozialleistungen für
Familienmitglieder geht, die nicht einmal hier leben, wird das
Gerechtigkeitsempfinden vieler allerdings empfindlich gestört. Gerade
beim Kindergeld hätte ein Blick auf die Lage in Europa zu einem
differenzierteren Urteil führen müssen. Dessen Höhe ist nämlich von
Land zu Land höchst unterschiedlich. In Deutschland will der Staat
mit dem Kindergeld das Existenzminimum des Nachwuchses steuerfrei
stellen - deswegen liegen wir bei der Höhe weltweit an der Spitze.
Wer drei Kinder hat, bekommt jeden Monat 588 Euro - in Polen sind es
nicht mal zehn Prozent davon. Da wird das Kindergeld für einen
Erntehelfer schnell zum zweiten Gehalt. Die Arbeitsagentur Bautzen
berichtet von Großfamilien, die samt Nachzahlungen einmalig Beträge
im Wert eines Kleinwagens kassierten. So fördern europäische Richter
Zuwanderung nach Deutschland - leider nicht nur von dringend
benötigten Fachkräften, sondern auch von denen, die unser
Sozialsystem ausnutzen. Ob die Richter die Folgen ihrer Entscheidung
für unser Land bedacht haben?
Schon in einigen Monaten wird es von den gleichen Richtern
abhängen, ob unsere Sozialkassen weiter geplündert werden können.
Dann wird nämlich entschieden, ob EU-Ausländer, die in Deutschland
eine neue Arbeit suchen, sofort Hartz IV bekommen müssen. Das könnte
zu Sozialhilfetourismus in nicht gekanntem Ausmaß führen. Und zur
gleichen Zeit diskutieren wir darüber, ob wir uns die Mütterrente
leisten können oder marode Straßen erneuert werden können. Armes
reiches Deutschland!
Bernd Loskant
Pressekontakt:
Fuldaer Zeitung
Bernd Loskant
Telefon: 0661 280-445
Bernd.Loskant@fuldaerzeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.05.2014 - 19:36 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1058115
Anzahl Zeichen: 2903
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Fulda
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 312 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"FZ: Armes reiches Deutschland
Kommentar der "Fuldaer Zeitung" zum Kindergeld für EU-Ausländer"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Fuldaer Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Christoph Ahlhaus ist seit 2023 Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands der mittelständischen Wirtschaft: "Mit großem Anspruch hat die Bundesregierung Entlastungsmaßnahmen angekündigt - doch in der Praxis bleiben sie weit hinter dem zurück, was mittelständische Unternehmen jetzt dringe
Dreist und wenig wirksam / Kommentar der "Fuldaer Zeitung" (Samstag, 18. April, zu den angekündigten Reformen der Bundesregierung ...
Quantitativ hat die Bundesregierung in dieser Woche wahrscheinlich mehr geliefert als in den Monaten zuvor: Entlastungsbeschlüsse wegen der hohen Energiepreise, Lockerungen beim Verbrenner-Aus, Einigung auf eine Einkommensteuerreform, ja sogar ein Gesundheitsreförmchen ist nun geplant. Nach den qu
Dreist und wenig wirksam / Kommentar der "Fuldaer Zeitung" (Samstag, 18. April, zu den angekündigten Reformen der Bundesregierung ...
Quantitativ hat die Bundesregierung in dieser Woche wahrscheinlich mehr geliefert als in den Monaten zuvor: Entlastungsbeschlüsse wegen der hohen Energiepreise, Lockerungen beim Verbrenner-Aus, Einigung auf eine Einkommensteuerreform, ja sogar ein Gesundheitsreförmchen ist nun geplant. Nach den qu
Weitere Mitteilungen von Fuldaer Zeitung
Mitteldeutsche Zeitung: Politik Ministerpräsident kritisiert Bertelsmann-Studie: "Wir sind nicht so." ...
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die Ergebnisse einer Bertelsmann-Studie kritisiert, nach der der gesellschaftliche Zusammenhalt ist in keinem Bundesland so niedrig ist wie hierzulande. "Wir sind nicht so, wie in der Studie dargestellt", sagte er der in Ha
Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug schreibt zur Ukraine ...
Der Urnengang hat noch einmal deutlich gemacht, wie tief der Riss durch die Ukraine mittlerweile ist und wie stark die derzeitige Kiewer Regierung vom Osten des Landes abgelehnt wird. Angesichts des Einsatzes von Soldaten gegen die eigene Bevölkerung ist dies wenig verwunderlich. Unter diesen Um
Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zur Bertelsmann-Studie/Gesellschaftlicher Zusammenhalt: ...
Studien über die Befindlichkeit der Deutschen leben geradezu vom Ost-West-Vergleich. Womit könnte man trefflicher ummänteln, dass es hier nicht um einen Konflikt zwischen Ost und West oder Nord und Süd geht, sondern um einen zwischen Arm und Reich? Allem ideologischen Pathos von der Solidari
Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug schreibt zur Weltbild-Übernahme ...
Die "Verlagsgruppe" ist auch nur ein Gemischtwarenhändler mit Schwerpunkt Buch. Angesichts der Übernahme von Weltbild durch den Finanzinvestor Paragon das Bild vom idealistischen Verleger zu zeichnen, der nun Opfer einer unbarmherzigen Heuschrecke wird, trifft die Sache also nicht.




