Westfalenpost: Google-Urteil

Westfalenpost: Google-Urteil

ID: 1060571
(ots) -

Die zu Ende gehende Woche hat einige
bemerkenswerte Nachrichten erzeugt, die möglicherweise unseren Umgang
im Internet, das ja nicht nur ein Unterhaltungsmedium ist, sondern
auch ein gigantischer Markt, nachhaltig verändern werden. Zum einen
ist es das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das ein Recht auf
das Löschen personenbezogener Daten festgeschrieben hat. Zum anderen
ist es ein bemerkenswerter Beitrag des SPD-Vorsitzenden, der
angesichts von Google, Amazon und Apple von "in neufeudaler
Selbstherrlichkeit auftretenden Monopolisten" spricht. Das klingt
polemisch, ist es auch - aber es stimmt. Das Google-Urteil des
Europäischen Gerichtshofs darf ohne Übertreibung als ein Weckruf
verstanden werden, den ungezügelten Markt des Internets mit seinen
steuerflüchtigen Großakteuren einer ordoliberalen Marktwirtschaft zu
unterwerfen. Denn ordoliberal bedeutet zuvörderst: Ordnung. Und dann:
Freiheit.

Viel zu lange hat die Politik dem manchmal schwer
verständlichen Treiben im weltweiten Netz zugeschaut. Es ließ sich ja
auch nationalstaatlich nicht eindämmen. Ein Votum der Europäischen
Union dagegen kann selbst Google nicht ignorieren, weshalb das
Unternehmen darauf auch höchst schmallippig reagierte. Der Punkt ist
nur der: Die europäische Politik muss es auch wollen! Wenn Sigmar
Gabriel nun bekundet, dass er wolle, ist das ein gewaltiger,
allerdings überfälliger Schritt.

Daran schließen sich aber
auch Fragen an. Beispielsweise ist es absurd, dass sich das
Bundeskartellamt um Kleinstmärkte im Medienmarkt kümmert, das alles
übertönende Rauschen der globalen Giganten aber überhört. Der
Vizekanzler hat gut gebrüllt. Nun sollte er Taten zeigen.





Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Weser-Kurier: Zum Wahlausgang in Indien schreibt Agnes Tandler: Stuttgarter Nachrichten: zu Europawahlen:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.05.2014 - 21:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1060571
Anzahl Zeichen: 1989

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Außenhandel



Diese Pressemitteilung wurde bisher 212 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Google-Urteil"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Bundesliga-Manager wird BSW-Generalsekretär: "Merz hat keine Hausmacht mehr" / Oliver Ruhnert wechselt in die Politik und kommt wie der Kanzler aus dem Sauerland ...
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo

Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef

Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt


Weitere Mitteilungen von Westfalenpost


Weser-Kurier: Zum Wahlausgang in Indien schreibt Agnes Tandler: ...
Narenda Modi ist auf dem besten Wege, Indiens neuer Regierungschef zu werden. Die Wähler, die unter der stotternden Wirtschaft, Inflation, und ausufernder Korruption leiden, haben dem Hindu-Nationalisten ein klares Mandat erteilt. Sie haben sich von Versprechen leiten lassen, dass der 63-Jährig

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Erdogan: Schicksal, Von Marianne Sperb ...
Arbeitsunfälle passieren, sagt der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Das Sterben der Bergarbeiter in Soma ist also Schicksal. Das klingt nach Tragödie der Antike. Denn so ist ihre Grundkonstellation gestaltet: Jeder sieht den Zug unter Volldampf auf sich zurasen - und keiner h

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Indien/Wahlen ...
Die größte Demokratie der Welt ist in Gefahr. Narendra Modi wird weder die Neigung noch den Ansporn besitzen, sich in seiner Position als Premierminister zum gemäßigten Hindunationalisten zu wandeln. Seine Partei besitzt auch ohne Koalitionspartner die absolute Mehrheit im Parlament. Der har

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Europa/Russland/Ukraine ...
Der düpierte Westen wird aus den bitteren Erfahrungen der Ukraine-Krise seine Konsequenzen ziehen. Die Strategie der Nato wird bereits umgearbeitet, die bisher nur vorübergehend stärkere Präsenz im Osten Europas dürfte zu einer dauerhaften werden. Der Kernauftrag, nämlich der Schutz des B


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z