Big Data: Fluch oder Segen für die Versicherungsbranche?
ID: 1060828
BearingPoint-Studie zeigt:
90 Prozent der Versicherer haben noch keine firmenweite Big Data
Strategie implementiert / Unternehmen bewegen sich in einem
Teufelskreis
Google Executive Chairman Eric Schmidt prophezeite schon im
November letzten Jahres im Insurance Journal Online, dass die
Versicherungsbranche unter der Verwendung von Big Data "explodieren"
werde. Nun drohen risikoscheue Versicherungsgesellschaften den
Anschluss zu verlieren und von neuen agileren Daten-Sammlern überholt
zu werden, da sie vielfach mit traditionellen Geschäftsmodellen
weiterarbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie des BearingPoint
Institute unter 30 europäischen und US-amerikanischen
Versicherungsunternehmen. Die Branche bescheinigt Big Data und
Advanced Analytics zwar einen erheblichen Einfluss auf deren
Geschäftsmodelle, doch die meisten Unternehmen sind noch nicht auf
den Wandel vorbereitet:
- 71 Prozent der Befragten räumten den Themen Big Data und
Advanced Analytics eine maximale Priorität bis zum Jahr 2018 ein
- Doch nur 24 Prozent attestierten ihrem Unternehmen dabei einen
fortgeschrittenen oder einen führenden Reifegrad
- Nur zehn Prozent gaben an, einen firmenweiten
Implementierungsprozess gestartet zu haben.
Die Verzögerung von Big Data und Advanced Analytics wird zum
Teufelskreis in der Versicherungsbranche
Auf die Frage, weshalb Big Data eine Herausforderung für
Führungskräfte von Versicherungsunternehmen quer über Ländergrenzen
hinweg darstellt, ergab sich ein schwer zu durchbrechendes zyklisches
Muster:
- Mangelndes Know-how: für 53 Prozent der Befragten stellt die
Rekrutierung geeigneter Fachkräfte ein Problem dar
- Mangel an klarem Verständnis: 16 Prozent gaben an, dass sie
nicht genug über Big Data wissen
- Keine einheitliche Unternehmensstrategie: nur zehn Prozent der
Befragten haben eine firmenweite Big Data Strategie
- Keine klare Verantwortlichkeit: 53 Prozent der IT-Führungskräfte
werden mit den Herausforderungen von Big Data alleine gelassen
- Risikoaversion: nur 37 Prozent halten ihr Unternehmen für reif,
um neue Ideen in Verbindung mit Big Data zu implementieren.
Die intelligentere Zukunft: Die fünf Säulen der erfolgreichen Big
Data und Advanced Analytics Nutzung
Patrick Mäder, firmenweiter Segmentleiter Versicherungen bei
BearingPoint und Autor der Studie, sieht jedoch noch eine Chance für
eine erfolgreiche Big Data Strategie: "Wir stellen fest, dass sich
die Kluft zwischen Führern und Nachzüglern beim Thema Big Data und
Advanced Analytics in der Versicherungsbranche vergrößert. Dennoch
ist es für die Nachzügler nicht zu spät, aufzuholen. Auf Basis
unserer Studie und Beratungserfahrung haben wir fünf Kernkompetenzen
für Versicherer identifiziert, die sie entwickeln sollten, um in
diesem Bereich erfolgreich zu sein."
Die fünf Säulen von Big Data:
- Spezialwissen: für die befragten Führungskräfte ist dies die
wichtigste Säule (66 Prozent), aber nur 33 Prozent rekrutieren
bzw. bilden Daten-Spezialisten aus
- Partner-Netzwerke: diese wurden von den Befragten als
zweithöchste Priorität bewertet (59 Prozent). Aber nur ein
Viertel gab an, selbst ein starkes Partner-Netzwerk zu besitzen,
um Zugang zu wertvollen Daten zu erhalten
- Externe Datenquellen: vor dem Hintergrund, dass Versicherer eine
ganzheitliche Sicht auf ihre Kunden erreichen wollen, wurde
Social Media als vielversprechendste Form einer externen
Datenquelle bewertet (59 Prozent)
- Schnelligkeit: Fehler zu machen, gehört zum Prozess. Aber
diejenigen, die ihre Fehler schnell korrigieren, werden einen
deutlichen Vorsprung erzielen; 71 Prozent der
"fortgeschritteneren" Unternehmen glauben, dass Schnelligkeit
wichtig ist, im Vergleich zu 51 Prozent der "weniger
entwickelten" Unternehmen
- Ethik und Datenschutz: die BearingPoint-Studie belegt, dass sich
Versicherungsunternehmen der Risiken von Big Data bewusst sind
(Datenklau und Datenschutz sind die beiden Top-Bedenken der
Unternehmensführung), aber nur 23 Prozent der befragten
Unternehmen bestätigten, einen Kontrollprozess installiert zu
haben.
Haupttreiber wird die Generierung von neuen Erkenntnissen entlang
der gesamten Wertschöpfungskette sein. Oder wie es Studienteilnehmer
Marc Schreiner, Head of Innovation, Generali, ausdrückt: "Die Nutzung
von Big Data sollte sich auf den Unternehmenswert konzentrieren."
Die vollständige Studie des BearingPoint Institute "The smart
insurer: embedding big data in corporate strategy" finden Sie hier:
http://inst.be/004BDI
Über die Studie
Die vorliegende Studie zeigt die Entwicklung im Bereich Big Data
und Advanced Analytics in der Versicherungsbranche und bietet
Einblicke in ihre Nutzung. Sie erläutert den aktuellen Stand der
Verfahren, zeigt Best-Practices und gibt Hinweise darauf, wie
Versicherer in einer datenreichen Zukunft wettbewerbsfähig bleiben
können. Die Ergebnisse der Artikel basieren auf einer Umfrage mit
Befragten aus 30 Versicherungsunternehmen in Europa und den USA
zwischen Januar und Februar 2014. Die Umfrage wurde in enger
Zusammenarbeit mit TekPlus durchgeführt, einem Beratungsunternehmen,
das sich auf die Bereitstellung von Lösungen für Business
Transformation und Strategie fokussiert und eine tiefe Erfahrung in
der Versicherungswirtschaft und Big Data-Themen besitzt.
Über das BearingPoint Institute
Das BearingPoint Institute verbindet wissenschaftliche Forschung
mit praktischer Erfahrung und realen Herausforderungen, denen
BearingPoint Berater aktuell begegnen. Diese Kombination
verschiedener Perspektiven hilft Führungskräften, die Entwicklung der
globalen Wirtschaft tiefer zu verstehen. Das BearingPoint Institute
wird von einem international besetzten Gremium aus BearingPoint
Partnern geführt und von einem Beirat anerkannter Praktiker und
Wissenschaftler von Elite-Universitäten und Wirtschaftsschulen
weltweit begleitet. In regelmäßigen Abständen publiziert das
BearingPoint Institute seine Stellungnahmen zu Trends, Strategien und
vorherrschenden Meinungen in einem Report.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.bearingpointinstitute.com
Über BearingPoint
BearingPoint Berater haben immer im Blick, dass sich die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen permanent verändern und die daraus
entstehenden komplexen Systeme flexible, fokussierte und individuelle
Lösungswege erfordern. Unsere Kunden, ob aus Industrie und Handel,
der Finanz- und Versicherungswirtschaft oder aus der öffentlichen
Verwaltung, profitieren von messbaren Ergebnissen, wenn sie mit uns
zusammenarbeiten. Wir kombinieren branchenspezifische Management- und
Fachkompetenz mit neuen technischen Möglichkeiten und eigenen
Produkt-Entwicklungen, um unsere Lösungen an die individuellen
Fragestellungen unserer Kunden anzupassen. Dieser partnerschaftliche,
ergebnisorientierte Ansatz bildet das Herz unserer Unternehmenskultur
und hat zu nachhaltigen Beziehungen mit vielen der weltweit führenden
Unternehmen und Organisationen geführt. Unser globales
Beratungs-Netzwerk mit 9200 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über
70 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren
und langfristigen Geschäftserfolg.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bearingpoint.com und in
der BearingPoint Toolbox: http://toolbox.bearingpoint.de
Pressekontakt:
Alexander Bock
Manager Communications
Tel. +49 89 540338029
Mailto:alexander.bock@bearingpoint.com
Twitter: @BearingPoint_DE
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Datum: 19.05.2014 - 09:30 Uhr
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