E-Auto-Fördergesetz ist kontraproduktiv

E-Auto-Fördergesetz ist kontraproduktiv

ID: 1065063

Geplante politische Fehlsteuerungen durch Subventionspolitik / Fuhrparkverband fordert technologieneutrale Förderung emissionsarmer Antriebe



Warnt vor einseitiger Förderung: Marc-Oliver Prinzing, Vors. FuhrparkverbandWarnt vor einseitiger Förderung: Marc-Oliver Prinzing, Vors. Fuhrparkverband

(firmenpresse) - Mannheim, im Mai 2014. Der Fuhrparkverband begrüßt und fordert in seinen politischen Leitlinien die Förderung der Entwicklung und des Einsatzes emissionsarmer Antriebe. Jedoch muss dies technologieunabhängig erfolgen, so dass keine Fehllenkung aus politischen Interessen heraus zulasten der Unternehmen mit eigenen Fuhrparks entsteht. Einseitige Subventionierungen von politisch gewollten, jedoch praxisuntauglichen Konzepten führen, nicht zum gewünschten Ziel. So sieht der Fuhrparkverband mit Sorge die Pläne von Alexander Dobrindt, mit Wirkung ab 2015 ein Fördergesetz für E-Autos einzubringen.


Das 2009 von der Bundesregierung formulierte Ziel bis 2020 1 Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, rückt in immer weitere Ferne. Reflexartig wird daher auf die übliche und im Ergebnis meist nicht zielführende Subventionspolitik zurückgegriffen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Die aktuell diskutierte Liste der Überlegungen von Bundesverkehrsminister Dobrindt und anderen Regierungsmitgliedern ist lang:

-Staatliche Prämien für den Kauf von E-Autos
-Subventionierung des Aufbaus einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge auf Rasthöfen
-Sonder-Abschreibung für Elektrofahrzeuge für Unternehmen
-Sonderparkplätze für Elektroautos

"Das Ziel muss sein, die Emissionen zu reduzieren. Es ist aus Sicht des Fuhrparkverbands generell richtig und begrüßenswert neue Technologien zu fördern, die dieses Ziel unterstützen und zu einer stärkeren Unabhängigkeit von Mineralölkraftstoffen führen", sagt Marc-Oliver Prinzing, Vorsitzendes des Vorstands des Bundesverbands Fuhrparkmanagement (BVF). Eine einseitige Festlegung auf Elektromobilität treffe das jedoch nicht. Zumal die Nachhaltigkeit dieser Technologie aktuell nicht gegeben sei und unter Experten auch umstritten ist.

Bei einer Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Elektrofahrzeugen, von der Herstellung des Fahrzeuges, über Strom- und Treibstoffverbrauch, Energiegewinnung, Schadstoffausstoß, Materialbeschaffung bis zum Recycling sieht die Bilanz nicht sonderlich positiv aus. In einer Studie des Schweizer Bundesamt für Umwelt (BfU - Link (https://ext.d-nsbp-p.admin.ch/NSBExterneStudien/externestudien/60/en/251.pdf) ), kam heraus, dass das sparsamste Dieselmodell des VW Golf eine 32 Prozent geringere Umweltbelastung verursacht als ein Elektroauto der Golfklasse. Lediglich bei der Verwendung von Strom aus alternativen Energiequellen (Solar, Wind, Wasser) lässt sich die gewünschte Nachhaltigkeit der Elektrofahrzeuge in der Gesamtbilanz darstellen.



Andere nachhaltige Technologien finden dagegen kaum die Unterstützung der Bundesregierung. Beispielsweise lässt sich mit Erdgas-Fahrzeugen eine CO2-Reduzierung von ca. 95 Prozent gegenüber einem Benziner erreichen, sofern abfallstämmiges Biogas verwendet wird. Dieses ist heute bereits an über 10 Prozent aller Erdgastankstellen erhältlich. Anders als bei Elektrofahrzeugen gibt es eine breite Palette an Standardfahrzeugen von vielen Herstellern (26 verschiedene Modell finden sich bei www.erdgas-mobil.de) mit nahezu keinen Einschränkungen in der Gebrauchsfähigkeit und einer Reichweite von bis zu 600 km.

Bei einer Subvention von 7.000 Euro, wie dies beispielsweise in Frankreich der Fall ist, würde ein Fördertopf von 400 Millionen gerade einmal für 57.000 Elektrofahrzeuge ausreichen. Alternative hierzu könnte das Tankstellennetz für Erdgasfahrzeuge in Deutschland mit diesem Betrag schlichtweg verdoppelt werden (von derzeit 900 auf ca. 2000). "Damit könnte auf einen Schlag das derzeit noch größte Hemmnis für die Durchsetzung von umweltfreundlichen Erdgasfahrzeugen beseitigt werden", so Prinzing.

Fazit: Nach aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen und dem Stand der Technik, sind Elektrofahrzeuge nicht erste Wahl, wenn es um das Ziel geht, die Emissionen zu reduzieren. Bei aller Sympathie für die verschiedenen möglichen Formen alternativer Antriebe, muss der Fuhrparkverband hier eine geplante politische Fehlsteuerung durch eine nicht zu Ende gedachte Subventionspolitik feststellen. "Die Bundesregierung sollte ursprünglich vielleicht richtige Vorhaben mit aktuellen Erkenntnissen abgleichen und den Mut haben, Entscheidungen und Pläne zu revidieren", rät Prinzing.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement wurde im Oktober 2010 als Initiative von Fuhrparkverantwortlichen gegründet. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder, die Fuhrparks zwischen 5 und über 20.000 Fahrzeugen betreiben. Mitglieder sind unter anderem Unternehmen wie Axel Springer Services & Immobilien GmbH, Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, KPMG AG, CANCOM IT, KAEFER Isoliertechnik, FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V., Sparkassen-Einkaufsgesellschaft mbH oder Stadtwerke Heidelberg Netze GmbH.

Vorstandsmitglieder des Verbandes sind Marc-Oliver Prinzing (Vorsitzender), Bernd Kullmann (Fuhrparkleiter Ideal Versicherung), Guido Krings (Fuhrparkleiter Unify) und Dieter Grün (Fuhrparkleiter Stadtwerke Heidelberg Netze). Geschäftsführer des Verbandes ist Axel Schäfer. Der Sitz des Verbandes und der Geschäftsstelle ist Mannheim.



PresseKontakt / Agentur:

Bundesverband Fuhrparkmanagement
Axel Schäfer
Augustaanlage 57
68165 Mannheim
presse(at)fuhrparkverband.de
0621-76 21 63 53
http://www.fuhrparkverband.de



drucken  als PDF  Neue Motorradunfall-Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) zeigt: Fahrertyp hat großen Einfluss auf das Unfallgeschehen BPS Technology und Parrot lancieren Auftrags- und Workflowmanagement als Telematik-Lösung für Logistik- und Dienstfahrzeuge
Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 27.05.2014 - 14:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1065063
Anzahl Zeichen: 4524

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Axel Schäfer, Geschäftsführer
Stadt:

Mannheim


Telefon: 0621-76 21 63 53

Kategorie:

Auto & Verkehr



Diese Pressemitteilung wurde bisher 501 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"E-Auto-Fördergesetz ist kontraproduktiv"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bundesverband Fuhrparkmanagement (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Diesel: Schadenersatz für Fuhrparkbetreiber?! ...
Nun musste auch der Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften VMF in seinem aktuellen Restwertindex konzedieren, dass die Restwerte von Leasingrückläufern sich deutlich nach unten entwickeln. Auslöser sind - wenig überraschend - vor allem von der Dieselaffäre betroffene F

Flotte! Der Branchentreff: 2018 wieder in Düsseldorf ...
Nach dem Erfolg der neuen Messe "Flotte! Der Branchentreff" in den letzten beiden Jahren, stehen die Zeichen auf weiteres Wachstum. Auch 2018 wird im März in Düsseldorf das erste große Flotten-Event des Jahres gestartet. Der Bundesverbandes Fuhrparkmanagement e. V. (BVF) und der Veranst

Do's and don'ts im Fuhrpark ...
Der Bundesverbands Fuhrparkmanagement (BVF) lädt am 14./15. November zu seinem 19. offenen Verbandsmeeting nach Augsburg ein. "Es geht diesmal um Do"s and Don"ts - wo gibt es Grenzen und wie sehen gangbare Wege im Fuhrparkmanagement aus", sagt Axel Schäfer, Geschäftsführer de


Weitere Mitteilungen von Bundesverband Fuhrparkmanagement


Neue Motorradunfall-Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) zeigt: Fahrertyp hat großen Einfluss auf das Unfallgeschehen ...
Mehr als die Hälfte aller Unfälle (52 Prozent), in die im Jahr 2012 Motorradfahrer verwickelt waren, haben diese auch selbst verursacht. 58 Prozent davon waren Alleinunfälle ohne weitere Beteiligte. Um die Unfallursachen genauer zu analysieren, hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) je

Entspannt Navigieren mit Zenecs neuer VW Navi Z-E2015 ...
Ob lange Reise, Fahrt zur Arbeit oder Shoppingtrip - Hauptsache entspannt ankommen: Unter dieses Motto stellt Marktführer Zenec (http://www.Zenec.com/) seine neue fahrzeugspezifische Festeinbaunavi Z-E2015. Der Naviceiver aus der E>GO-Reihe ist der Nachfolger des vielfach ausgezeichneten Best

TÜV-zertifizierte Zufriedenheit: 94 Prozent der Kunden würden reifen.com weiterempfehlen ...
Hohe Kundenzufriedenheit ist keine Selbstverständlichkeit - erst recht nicht bei einem beratungs- und serviceintensiven Produkt, wie Reifen es sind. Der TÜV SÜD bescheinigt dem Reifenfachdiscounter reifencom GmbH ( http://www.reifen.com ) zum dritten Mal in Folge einen hervorragenden Wert: Di

Flagge zeigen: WM-Deko sicher am Auto befestigen ...
Wiesbaden, 27. Mai 2014. Noch wenige Tage, dann geht es auf den Straßen wieder bunt zu: Deutschland ist im Fußball-Fieber. Dabei ist für viele Fans der Autoschmuck ein Muss. Die farbenfrohe Deko ist erlaubt, solange sie die Sicht beim Fahren nicht behindert oder andere gefährdet. Aber: "Fä


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z