Abhängigkeit westlicher Unternehmen von Lieferanten aus Schwellenländern hat sich massiv erhöht
ID: 1067460
Teile der Wertschöpfungskette ausgelagert werden, sollten Hersteller
in Schieflage geratene Lieferanten viel stärker unterstützen als
früher
Beschaffungsmethoden, die auf kurzfristige Kosteneinsparungen und
somit auf eine Ausnutzung von Lieferanten angelegt sind, ergeben auch
ökonomisch gesehen immer weniger Sinn. Vielmehr müssen nachhaltige
und strategische Lieferantenbeziehungen etabliert werden. Das ist das
Ergebnis einer aktuellen Studie des BearingPoint Institute. Basierend
auf Gesprächen mit Führungskräften europäischer
Produktionsunternehmen und BearingPoints Projekterfahrung bei der
Lösung von Lieferanten-Problemen, unterstreicht die Studie die
Notwendigkeit, mehr Transparenz in Lieferketten zu bringen und frühe
Anzeichen von Schwierigkeiten in Zuliefererbetrieben zu
identifizieren.
Speziell geht die Studie der Frage nach, wie ein Unternehmen am
besten eine Situation in den Griff bekommen kann, in der es teurer
ist, einen Lieferanten fallen zu lassen, als ihn zu unterstützen
beziehungsweise dessen eigenes Geschäft zu verbessern. Dabei macht
BearingPoint deutlich, auf welche Warnzeichen Unternehmen achten
sollten, um Probleme in der Lieferkette zu identifizieren, und zeigt
Schritte auf, um darauf adäquat zu reagieren.
"Die rasche Ausbreitung der globalen Finanzkrise hat gezeigt, wie
schnell Unternehmen von den sie umgebenden Unternehmen angesteckt
werden können. Das trifft speziell auf Lieferketten zu. Deshalb
sollten Hersteller dringend ein Frühwarnsystem installieren, das
Mängel in der Lieferkette rechtzeitig aufdeckt. Außerdem sollten sie
einen Plan erarbeiten, der zeigt, was zu tun ist, wenn Teile der
Kette krank werden", so Matthias Loebich, Partner bei BearingPoint
und firmenweiter Leiter für den Bereich Supply Chain Management.
Gegen konventionelles Denken
Weil Löhne und andere Betriebskosten in den Schwellenländern
rasant steigen, aber gleichzeitig die Hersteller auf
Billig-Zulieferer für ihre Wertschöpfung setzen, ensteht ein
zunehmendes Beschaffungsdilemma für westliche Unternehmen. Das
Kräfteverhältnis hat sich laut Studienergebnissen aus Mangel an
alternativen Beschaffungsmethoden zugunsten der Lieferanten
verschoben und die Abhängigkeit zu ihnen hat sich erhöht. So war
beispielsweise der Anstieg des Exportwerts aus Ost-Europa und
Zentral-Asien im Jahr 2012 2,5mal höher als der aus
Industrienationen. Das bedeutet, dass westliche Unternehmen ihre
Lieferantenbeziehungen grundsätzlich überprüfen müssen. Entgegen
konventionellem Denken empfiehlt BearingPoint, engere Beziehungen zu
Lieferanten zu etablieren - speziell wenn diese Unsicherheiten
ausgesetzt sind - um ein insgesamt stabileres und nachhaltigeres
wirtschaftliches System aufzubauen. "Das kann auch bedeuten, dass
Unternehmen in Schieflage geratene Lieferanten stärker unterstützen
und deren Schwierigkeiten so behandeln müssen, wie ein
Geschäftsführer normalerweise ernsthafte Leistungsmängel im eigenen
Unternehmen behandeln würde", so Matthias Loebich.
Die gesamte Studie "Will your suppliers turn from strategic to
catastrophic?" kann über die Webseite des BearingPoint Institute
heruntergeladen werden: http://inst.be/004ST
Über das BearingPoint Institute
Das BearingPoint Institute verbindet wissenschaftliche Forschung
mit praktischer Erfahrung und realen Herausforderungen, denen
BearingPoint Berater aktuell begegnen. Diese Kombination
verschiedener Perspektiven hilft Führungskräften, die Entwicklung der
globalen Wirtschaft tiefer zu verstehen. Das BearingPoint Institute
wird von einem international besetzten Gremium aus BearingPoint
Partnern geführt und von einem Beirat anerkannter Praktiker und
Wissenschaftler von Elite-Universitäten und Wirtschaftsschulen
weltweit begleitet. In regelmäßigen Abständen publiziert das
BearingPoint Institute seine Stellungnahmen zu Trends, Strategien und
vorherrschenden Meinungen in einem Report.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bearingpointinstitute.com
Über BearingPoint
BearingPoint Berater haben immer im Blick, dass sich die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen permanent verändern und die daraus
entstehenden komplexen Systeme flexible, fokussierte und individuelle
Lösungswege erfordern. Unsere Kunden, ob aus Industrie und Handel,
der Finanz- und Versicherungswirtschaft oder aus der öffentlichen
Verwaltung, profitieren von messbaren Ergebnissen, wenn sie mit uns
zusammenarbeiten. Wir kombinieren branchenspezifische Management- und
Fachkompetenz mit neuen technischen Möglichkeiten und eigenen
Produkt-Entwicklungen, um unsere Lösungen an die individuellen
Fragestellungen unserer Kunden anzupassen. Dieser partnerschaftliche,
ergebnisorientierte Ansatz bildet das Herz unserer Unternehmenskultur
und hat zu nachhaltigen Beziehungen mit vielen der weltweit führenden
Unternehmen und Organisationen geführt. Unser globales
Beratungs-Netzwerk mit 9200 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über
70 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren
und langfristigen Geschäftserfolg.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bearingpoint.com und in
der BearingPoint Toolbox: http://toolbox.bearingpoint.de/de/
Pressekontakt:
Alexander Bock
Manager Communications
Tel. +49 89 540338029
Mailto:alexander.bock@bearingpoint.com
Twitter: @BearingPoint_DE
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Datum: 03.06.2014 - 10:47 Uhr
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