Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Sudetentag
Nur langsam bröckeln die Tabus
Ralf Müller, München
ID: 1070004
passiert: "Samtene Revolution", Trennung von Tschechien und der
Slowakei, verschiedene Regierungen und Staatspräsidenten, teils
europa- und deutschfreundlich, teils weniger. Schließlich sogar der
Wegfall der Grenzkontrollen. Und doch widersetzt sich ein Relikt aus
der Nachkriegszeit hartnäckig dem längst verdienten Ableben: die
Dekrete der ersten tschechoslowakischen Nachkriegsregierung unter
Edvard Benes, die Verbrechen an Deutschen, deren Vertreibung und
Enteignung bis heute rechtfertigen. Die Zeit zwischen 1945 und 1946
ist aller Demokratisierung und Aufklärung zum Trotz immer noch ein
Tabu im Nachbarland, das ganz allmählich aufgebrochen wird. Wie
immer, wenn eine Bevölkerungsgruppe über einen Kamm geschoren wird,
handelt es sich bei diesen Rechtsakten ganz klar um Unrecht. Dennoch
konnte sich in Prag keine nennenswerte politische Bewegung zur
Annullierung der Dekrete, denen auch Gegner der NS-Diktatur zum Opfer
fielen, in Gang setzen. Das über Jahrzehnte eingeübte Geschichtsbild,
wonach es die Bösen ausschließlich auf deutscher Seite gab, beginnt
in der Tschechischen Republik jetzt ganz langsam zu bröckeln.
Freilich gibt es auch auf sudetendeutscher Seite - vornehm
ausgedrückt - Unklarheiten. Die tschechische Sorge, dass mit der
Annullierung der Benes-Dekrete eine Flut von Restitutionsansprüchen
auf den Staat zukäme, ist nicht ganz unbegründet.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.06.2014 - 20:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1070004
Anzahl Zeichen: 1729
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 287 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Sudetentag
Nur langsam bröckeln die Tabus
Ralf Müller, München"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Höhe der Rente unterscheidet sich in NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in Münster (1.185 Euro/Monat) oder im Rhein-Erft-Kreis (1.591 Euro/Monat) leben. Frauen in Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr
Hunderte Verstöße gegen Spritpreisregel in NRW bleiben folgenlos - ADAC kritisiert "zahnlosen Tiger" ...
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Umstrittenes Turbo-Abitur in Nordrhein-Westfalen Schüler, mischt euch ein! FLORIAN PFITZNER, DÜSSELDORF ...
Die Wählermacht der Alten bedroht die Bildung der Jungen. Reformen an Gymnasien und Unis sind inzwischen dem demografischen Wandel geschuldet. Wer die Schulzeit verkürzt und die akademische Ausbildung beschneidet, hat nicht unbedingt das Wohl der jungen Generation im Blick, sondern das seiner
Westdeutsche Zeitung: Der SPD-Führung geht Partei-Taktik vor Pragmatismus - Mindestlohn: Vernunft gegen Sturheit Ein Kommentar von Werner Kolhoff ...
Um welches Prinzip geht es beim Mindestlohn? Die Hartz-Gesetze, aber auch das reichhaltige Angebot an Arbeitskräften aus dem Osten haben in den vergangenen zehn Jahren die Löhne in Deutschland besonders unter Druck gesetzt. Es sind Geschäftsmodelle entstanden, die auf einer Bezahlung basierten
Rheinische Post: Kommentar / Der wahre Le Pen = Von Matthias Beermann ...
Jean-Marie Le Pen, Gründer des Front National und über Jahrzehnte Galionsfigur der französischen Rechtsextremen, hat mal wieder einen seiner berüchtigten antisemitischen Witze gerissen. Nur ein unverbesserlicher, alter Mann, könnte man sagen. Aber damit ist es leider nicht getan. 1987 hatte
Rheinische Post: Kommentar / Optimistisch in die WM = Von Robert Peters ...
Ein paar der besten Spieler humpeln angeschlagen ins Turnier. Einer der Besten, der Dortmunder Marco Reus, konnte gar nicht mitfahren. Das zurückliegende Länderspieljahr bot nicht in jeder Hinsicht Mutmacher. Und ausgerechnet jetzt soll die Auswahl des deutschen Fußballs ihre Karriere mit dem




