Große Koalition: Das Ende vom Anfang
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Ein halbes Jahr nach dem Start der neuen Bundesregierung ist die Junge Wirtschaft mit deren Arbeit nicht zufrieden. In einer deutschlandweiten Umfrage unter rund 1.000 Wirtschaftsjunioren (WJ) erhielt die Wirtschaftspolitik der Regierung die Note ausreichend.
Kritik an Mindestlohn und Rente
Negativ zu Buche schlagen vor allem der Mindestlohn und die Rente mit 63. Diese beiden Projekte schaden nicht nur der Wirtschaft, sondern vor allem der nächsten Generation, so die Ansicht der Junioren. "Eine generationengerechte Politik sieht anders aus. Der demografische Wandel trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht und die Bundesregierung antwortet darauf mit einer gigantischen Frühverrentungswelle. Das kann nicht unser Ernst sein", sagt Thomas Heigold, Kreissprecher 2014 der WJ Heilbronn-Franken. Um gegen die Rente mit 63 zu protestieren, hat der Bundesverband der Wirtschaftsjunioren unter dem Motto "Uns reicht's!" eine deutschlandweite Aktion gestartet, mit der eine generationengerechtere Politik gefordert wird.
Den Wirtschaftsjunioren fehlen zudem Antworten auf weitere drängende Fragen, beispielsweise beim Thema Steuern: "Es ist doch grotesk, dass der Verzehr einer Currywurst im Stehen unterschiedlich zu versteuern ist wie im Sitzen. Dieser 'Mehrwertsteuerirrsinn' steht stellvertretend für das über Jahrzehnte gewachsene und unübersichtliche Steuerrecht", äußert Jochen Mulfinger, Inhaber des Ressorts "Unternehmertum" im Landesvorstand der Wirtschaftsjunioren Baden-Württemberg, an dieser Stelle seinen Unmut.
Positive Ansätze
Es gibt aber auch Punkte, die die Wirtschaftsjunioren positiv bewerten. Dass beispielsweise die Energiewende und die Netzpolitik auf der politischen Agenda ganz weit oben stehen, ist aus Sicht der Jungen Wirtschaft ein gutes Signal. Ebenfalls positiv bewerten die Junioren, dass die Koalitionäre Unternehmertum und Gründungsgeist stärken und zu mehr gesellschaftlicher Anerkennung verhelfen wollen.
Mehr als nur Lippenbekenntnisse
Jochen Mulfinger ergänzt: "Die Wirtschaftsjunioren begrüßen diese Zielsetzungen ausdrücklich. Wir setzen uns traditionell für positive unternehmerische Rahmenbedingungen ein. Die Große Koalition muss sich letztlich aber daran messen lassen, ob es den Menschen und Unternehmern in Deutschland am Ende dieser Legislaturperiode besser geht. Mit den Ankündigungen im Koalitionsvertrag wurde die Latte hoch gelegt." Man fordere daher nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern auch zeitnahe konkrete Beschlüsse.
Über die Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken:
Die Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken sind mit rund 200 Selbständigen und Führungskräften aus der Region Heilbronn-Franken der mitgliederstärkste Wirtschaftsjuniorenkreis innerhalb der 217 bundesweiten Wirtschaftsjuniorenkreise.
Unter der Schirmherrschaft der IHK Heilbronn-Franken engagieren sie sich im Ehrenamt für die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Belange der Region.
Kernthemen sind dabei Unternehmertum, Bildung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie verstehen sich dabei als Impulsgeber und Lobbyisten für die Region Heilbronn-Franken.
Alle Mitglieder sind zwischen 21 und 40 Jahre alt und in den vier Regionalgruppen Heilbronn, Hohenlohe, Main-Tauber und Schwäbisch Hall-Crailsheim aktiv.
Ansprechpartner:
Sven Scheu
Presseverantwortlicher
Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken e.V.
Tel.: 07131 638-10106
E-Mail: presse@wjhn.de
Jochen Mulfinger
Leiter Ressort Unternehmertum
Wirtschaftsjunioren Baden-Württemberg e.V.
Tel.: 07131 7669-310
E-Mail: unternehmertum@wjbw.de
Thomas Heigold
Kreissprecher 2014
Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken e.V.
Tel.: 07940 120-149
E-Mail: kreissprecher@wjhn.de
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Datum: 12.06.2014 - 14:29 Uhr
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