Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Facebook
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ebenfalls. Schon vor Bekanntwerden der umstrittenen Psycho-Studie war
offensichtlich, dass Facebook die Aktivitäten im Netzwerk bewertet
und ein Computerprogramm darüber entscheiden lässt, welche Beiträge
in der Chronik der Nutzer erscheinen - und welche unter den Tisch
fallen. Die Bewertungskriterien sind ein streng gehütetes
Betriebsgeheimnis so wie die Algorithmen, die die Suchergebnisse bei
Google sortieren. Dass vordergründige Ziel ist, die Kunden möglichst
lange auf der Internetseite zu halten.
Wenn jetzt - möglicherweise mit Hilfe der Ergebnisse der Studie -
Auswahl und Bewertung stärker darauf ausgerichtet werden, dass die
Nutzer sich wohl fühlen, könnten noch mehr Beiträge im Filter hängen
bleiben. Themen, die ihn vielleicht nicht glücklich machen, die aber
für seine Leben und seine Beziehungen wichtig sind. Die ungefilterte
Wirklichkeit ist auf Facebook nicht zu haben. Wer sich auf das
soziale Netzwerk verlässt, bekommt nur einen Ausschnitt von dem zu
sehen, was sein soziales Umfeld bewegt. Diesen legt zudem Facebook
fest. Und er wird kleiner.
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Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
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Datum: 30.06.2014 - 21:35 Uhr
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